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Ju-Jutsu-Meisterschaften in Groitzsch

Ju-Jutsu-Meisterschaften in Groitzsch

Das neue Groitzscher Sportzentrum war am Wochenende erstmals Austragungsort der Sächsischen Meisterschaft in der Kampfsportart Ju-Jutsu, die der Landesverband ausgetragen hatte.

Groitzsch. Laut Marko Leik, Vorsitzender des sächsischen Ju-Jutsu-Verbandes, fiel die Entscheidung für Groitzsch als Ausrichter im November vergangenen Jahres. „Uns hat Harald Engermann auf die neue Sportstätte aufmerksam gemacht. Engermann leitet die Sektion Ju-Jutsu beim SV Groitzsch. Nach einer Besichtigung war der Entschluss schnell gefasst", so Leik, der am Sonnabend mit dem kompletten Rundumpaket mehr als zufrieden war. „Organisation und Verpflegung - alles stimmte", so der Kamenzer. Dabei gab es anfangs eine Verzögerung, weil mehr Kämpfer als erwartet erschienen waren. So nutzten beispielsweise Gastkämpfer vom KSG Zeitz die Veranstaltung als Vorbereitung auf ihre Sachsen-Anhalt-Meisterschaft. Bei der Selbstverteidigungsdisziplin Ju-Jutsu werden die Kämpfer nach Gewichtsklassen eingestuft - etwa wie beim Boxen. Dafür ist das Wiegen der Sportler vor den Wettkämpfen notwendig, das sich laut Harald Engermann lange hinzog. „Immerhin mussten 88 Teilnehmer eingestuft werden", so der Groitzscher. Den Reigen eröffneten dann die jüngsten Teilnehmer mit den Bodenkämpfen, die noch keine Schlag- und Tritttechniken erlauben. Silvana Helemann fieberte als Zuschauerin mit. Ihr Spross Dave trainiert seit November in dem Verein. „Das ist heute sein erster großer Wettkampf", meinte Helemann. Eigentlich wollte der Sechsjährige zu den Boxern. Doch da habe man hier kein Angebot gefunden. Also entschied sich der Junge, der in die große Kindergartengruppe geht, für diese Disziplin. Laut Engermann ist es wichtig, die Jüngsten so zeitig wie möglich Wettkampfluft schnuppern zu lassen. „Das ist schließlich das Salz in der Suppe für einen Sportler", so der Chef, der selber seit fast 40 Jahren im Verein ist und den dritten Dan inne hat. Die Groitzscher schnitten am Sonnabend hervorragend ab. Max Winderlich, Tim Heinze, Alexander und Leonard Richter sowie Lukas Scheibe wurden Landesmeister und haben sich somit für die Ostdeutsche Meisterschaft qualifiziert. Zudem erreichten drei Groitzscher einen zweiten Platz und sechs dritte Plätze. Damit haben sie sich ebenfalls für das Weiterkommen qualifiziert.

Peter Krischunas

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