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Borna Jugendamtsleiterin Ines Lüpfert soll Zweite Beigeordnete im Landkreis Leipzig werden
Region Borna Jugendamtsleiterin Ines Lüpfert soll Zweite Beigeordnete im Landkreis Leipzig werden
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17:01 26.04.2017
Ines Lüpfert bewirbt sich um den Job des Zweiten Beigeordneten im Landkreis Leipzig. Quelle: Andreas Döring
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Borna/Grimma

Die Würfel scheinen gefallen. Ines Lüpfert soll Zweite Beigeordnete im Landkreis Leipzig werden. Auch wenn das niemand offiziell bestätigt, steht der Name der Jugendamtsleiterin Landkreis Leipzig auf einer Liste der Bewerber für die Nachfolge des langjährigen Zweiten Beigeordneten Thomas Voigt (SPD) ganz oben. Voigt war im Dezember gestorben.

Zu denen, die noch in der Endauswahl um die Besetzung des drittwichtigsten Postens im Bornaer Landratsamt sind, gehört Stefan Fricke. Der 46-Jährige aus Eisenach ist derzeit Leiter zweier Außenstellen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt und verfügt über jahrelange Erfahrungen in öffentlichen Verwaltungen. Der Jurist war Amtsleiter in Schleiz sowie bei der Bundesfamilienkasse in Nürnberg. Frickes Bewerbung um den Beigeordnetenposten im Landratsamt ist allerdings nicht der einzige Hut, den der Kandidat mit SPD-Parteibuch in den Ring geworfen hat. Er gehört auch zu den Kandidaten, die aktuell in der Endauswahl bei der Neubesetzung des Bornaer Bau-Bürgermeisters im Topf sind. Für ihn kein Widerspruch. Nach zehn Jahren bei der IHK suche er nach einer neuen Herausforderung, und beide Posten in Borna seine gleichermaßen reizvoll. Dass er sich sozusagen parallel bewirbt, sei Zufall, sagt Fricke.

Ein weiterer Kandidat in der Endauswahl ist Thomas Heinrich, ein Bewerber mit Behinderung. Dass er in der Kandidaten-Endrunde ist, hängt allerdings weniger mit seinem Bewerbungsschreiben, sondern mit dem Umstand zusammen, dass die Verantwortlichen im Landratsamt damit eine gerichtliche Auseinandersetzung vermeiden wollen, auch wenn das niemand offiziell verlautbart. Denn bei ihm soll es sich um denselben Bewerber handeln, der sich bei der Besetzung des Beigeordnetenpostens vor anderthalb Jahren zu kurz gekommen sah und wegen seiner Nicht-Berücksichtigung vor den Kadi zog. Der letzte der vier Bewerber, die in die Endrunde der Bewerbung gekommen sind, ist Peter Zeitler, promovierter Jurist mit Rechtsanwaltskanzlei in Naumburg. Insgesamt hatten zehn Kandidaten die formalen Bewerbungskriterien erfüllt.

Fest steht, dass Jugendamtsleiterin Ines Lüpfert offenkundig die besten Karten hat, die Stelle des Zweiten Beigeordneten in der Kreisverwaltung wieder zu besetzen. Hinter vorgehaltener Hand heißt es, für sie spräche nicht zuletzt der Umstand, dass mit ihr eine Frau in die bisher ausschließlich männliche oberste Führungsriege des Landratsamt einziehen würde. Lüpfert hätte als Zweite Beigeordnete unter anderem die Bereiche Jugend und Kultus unter sich – Ämter, die sie beide geleitet hat beziehungsweise leitet. Zum Dezernat Zwei im Landratsamt gehören zudem die Bereiche Soziales, Ausländer, Finanzen sowie das Kommunale Jobcenter. Der 37-Jährigen wird nachgesagt, dass sie es versteht, sich schnell und konsequent in neue Arbeitsgebiete einzuarbeiten.

Ihre Laufbahn in der Landkreisverwaltung begann 2004 als Jugendhilfeplanerin im damaligen Muldentalkreis. Im März 2014 übernahm sie die Leitung des Kultusamtes sowie des Kultursekretariats. Derzeit ist sie als Chefin des Jugendamtes Vorgesetzte von 115 Mitarbeitern.

Ihre Arbeit scheint auch ihren Dienstherren zu überzeugen. Landrat Henry Graichen jedenfalls lässt durchblicken, dass die Jugendamtsleiterin mit seinem Wohlwollen rechnen könne, sie also vom Kreistag im Einvernehmen mit ihm, wie es im Amtsdeutsch heißt, gewählt werden könnte. Die Bestallung des/der neuen Zweiten Beigeordneten soll auf der Kreistagssitzung im Juni erfolgen.

Von Nikos Natsidis

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