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Borna Jugendarbeit in Groitzsch und Pegau – von Graffiti-Workshop bis Fußballturnier
Region Borna Jugendarbeit in Groitzsch und Pegau – von Graffiti-Workshop bis Fußballturnier
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17:06 10.04.2018
Graffity-Workshop vergangenes Jahr im Skatepark Pegau – unter Federführung der mobilen Jugendarbeit der Diakonie. Quelle: Mathias Bierende
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Groitzsch/Pegau

Sie spricht die Sprache der Jugendlichen, hat ein Herz und immer offene Ohren für deren Sorgen und Nöte. Sozialarbeiterin Jennifer Frischbier (25) betreut seit Oktober 2015 das Jugendbüro der Diakonie Leipziger Land in der Groitzscher Bahnhofstraße 47. Im Dezember ist nun eine zweite Anlaufstelle in der Pegauer Breitstraße 23 dazugekommen. Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) freut sich über die neue Möglichkeit der offenen Jugendarbeit unter Trägerschaft der Diakonie: „Das ist eine feine Sache für unsere Jugendlichen.“

Jennifer Frischbier Quelle: privat

Sowohl in Groitzsch als auch in Pegau treffen sich die Mädchen und Jungen im Alter zwischen zehn und 20 Jahren oft nach Schul- oder Ausbildungsschluss zum Basteln, Quatschen und Pläne schmieden. „Es läuft richtig gut“, zieht Jennifer Frischbier zufrieden Bilanz. „Die Angebote werden klasse angenommen.“

Mit Angeboten meint die Pegauerin, die in Groitzsch aufgewachsen ist, unter anderem das schulübergreifende Fußballturnier zwischen Groitzsch, Pegau und Elstertrebnitz, das im vergangenen Jahr seine Premiere feierte; das Musikfestival im Skatepark Pegau, Graffiti-Workshops und natürlich Ferienangebote wie Kanufahren, Klettern, Backen und Ausflüge in den Freizeitpark Belantis. In den Winterferien will sie mit den Jugendlichen unter anderem Schlittschuh fahren, den neuen Trampolinpark in Leipzig besuchen, aber auch wieder backen und basteln.

Gute Kontakte und starke Partner an der Seite sind für ihre Arbeit das A und O. Von Anfang an kann die 25-Jährige auf die Unterstützung der beiden Städte, der Schulsozialarbeiter, des Jugendamtes, der Familienberatungsstelle in Pegau oder auch der Skate-Initiative Rollbetrieb setzen. „Ich bin nicht alleine“, lacht die junge Frau und fühlt sich gut aufgehoben in einem Netz an Helfern.

Mit ihnen zusammen betreut sie unter anderem die Streitschlichtergruppe im Groitzscher Hort, die Skateparkgruppe in Pegau und die neue Skatergruppe in Groitzsch. Hier engagieren sich neun Jungs im Alter von elf bis 14 Jahren für einen Skatepark in ihrer Heimatstadt, haben diesbezüglich schon beim Bürgermeister Maik Kunze (CDU) vorgesprochen und ein paar Kontakte geknüpft. „Wir haben auch eine Umfrage in den Schulen gemacht und wollten wissen, wer alles Skateboard fährt und für eine solche Anlage ist. Die Resonanz war riesig. Die Jungs wollen jetzt unbedingt dran bleiben.“ Darüber hinaus pflegt Jennifer Frischbier gute Kontakte zur Grenzenlos-Gruppe im Wiprechtgymnasium. Hier kümmern sich Schüler liebevoll um Flüchtlingskinder, besuchen mit ihnen die Bibliothek, helfen bei Hausaufgaben, basteln und backen gemeinsam.

„Um die Jugendlichen besser kennenzulernen, habe ich mich anfangs auf die Schulhöfe gestellt und ihre Treffpunkte auf dem Groitzscher Markt, an den Bushaltestellen, im Kinder- und Freizeittreff Kitzen oder im Skatepark Pegau aufgesucht und sie direkt angesprochen“, erinnert sich die 25-Jährige. „Und ich muss sagen: Sie waren von Anfang an sehr aufgeschlossen und interessiert, etwas Neues auszuprobieren.“ Das beruht schließlich auf Gegenseitigkeit.

Von Kathrin Haase

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