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Borna Jugendberufsagentur geplant: Keiner soll zwischen Schule und Job verloren gehen
Region Borna Jugendberufsagentur geplant: Keiner soll zwischen Schule und Job verloren gehen
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06:00 08.06.2017
Die Bundesagentur für Arbeit ist einer der Partner der Jugendberufsagentur. Quelle: dpa
Landkreis Leipzig

Vielen jungen Leuten gelingt der Übergang von der Schule in den Beruf reibungslos. Jenen, denen es schwerer fällt, soll künftig eine Jugendberufsagentur im Kreis Leipzig zur Seite stehen. „Dabei geht es nicht darum, eine neue Behörde zu schaffen“, erklärt Jugendamtsleiterin Ines Lüpfert. „Vielmehr sollen sich alle mit dem Thema befassten Akteure besser vernetzen.“ Ziel sei, an der Schnittstelle zwischen Schule, Arbeitsagentur, Jobcenter oder Jugendhilfe Verbesserungen zu erreichen.

Die Regierungskoalition aus CDU und SPD hat sich des Problems angenommen. „Die flächendeckende Gründung von Jugendberufsagenturen steht im Koalitionsvertrag“, so Lüpfert. Auch in Sachsen ist das neue Instrument als politisches Ziel ausgerufen. Als Vorbild gilt unter anderem das „Haus der Jugend“ in Chemnitz. „Auf Landkreisebene sind wir inzwischen soweit, dass eine Kooperationsvereinbarung mit der Arbeitsagentur unter Einbeziehung des Kommunalen Jobcenters und der Bildungsagentur in Vorbereitung ist.“

Relativ reibungslose Übergänge von der Schule in Ausbildung und Beruf gelten als beste und effizienteste Vorsorge gegen Ausbildungsabbrüche und Arbeitslosigkeit schon zu Beginn einer Berufslaufbahn. Daher soll der Einstieg in eine möglichst passende Lehre oder ein Studium bei Bedarf zielgerichtet begleitet werden, heißt es auch in einem sächsischen CDU-SPD-Papier, das die Fraktionsspitzen Frank Kupfer und Dirk Panter im Vorjahr unterzeichnet haben.

In Leipzig gibt es bereits eine Jugendberufsagentur in der Axis-Passage Quelle: Archiv

In Deutschland werden unter einer Jugendberufsagentur unterschiedliche Modelle der Kooperation verstanden. Die Lösungen reichen von Arbeitsämtern ausschließlich für Jugendliche, in denen alle Partner auch räumlich unter einem Dach zusammenwirken und die jungen Leuten von kurzen Wegen profitieren, bis zu lockeren Zusammenschlüssen. In einigen Regionen werden Jugendliche auch gezielt kontaktiert, wenn sie auf dem Weg von der Schule in den Job verloren zu gehen drohen. Andere Kreise entwickelten ein „Mobiticket“, um junge Leute speziell im ländlichen Raum mobiler zu machen.

Im Landkreis Leipzig gehe es eher um eine Vernetzung aller Akteure, erklärte Ines Lüpfert. „Wo müssen wir noch enger zusammenrücken, um Jugendlichen den Start in den Beruf zu ermöglichen? Dieser Frage wollen wir uns stellen“, umriss die Jugendamtsleiterin das Anliegen. Sich besser auszutauschen sei dabei oberstes Ziel. Denn es gebe viele Anlaufstellen und Ansprechpartner: Beratungslehrer, Sozialarbeiter, Berufsorientierungsmessen, Jugendhilfe, Arbeitsagentur oder Jobcenter. Auch gelte es, die konkreten Gegebenheiten des lokalen Marktes im Blick zu haben. Vor diesem Hintergrund, kündigte Lüpfert an, soll auch die Wirtschaftsförderung des Landkreises mit ins Boot.

Von Simone Prenzel

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