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Jugendliche an der Demokratie beteiligen

Jugendliche an der Demokratie beteiligen


Borna/Bad Lausick. Von der Hilfe für Jugendliche, die sich in Pegau eine Skateranlage wünschen, bis zur Unterstützung zivilgesellschaftlicher Akteure in Geithain reicht die Themenpalette, um Jugendliche an der Demokratie zu beteiligen.

. Dieses Ziel hat das „Flexible Jugendmanagement", das in diesem Monat im Landkreis Leipzig gestartet ist. Seit 2009 gibt es so ein Angebot bereits in den drei Modellregionen Erzgebirge, Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Nun wird es in weiteren Kreisen des Freistaates eingeführt.

„Im Jugendclub Groitzsch haben wir in Zusammenarbeit mit der Clubleiterin gemeinsam Projekte angedacht, die in die Stadt wirken", erläutert Andreas Rauhut. In Pegau, so berichtet Ulrike Läbe, wünschen sich Jugendliche zwischen elf und 13 Jahren eine Skateranlage. Mit dem Jugendwart der Kirchgemeinde seien sie im Gespräch, hätten auch schon Kontakt mit dem Bürgermeister aufgenommen. Nun will das Jugendmanagement schauen, ob es etwas beitragen kann. Dazu werde man sich zunächst in anderen Städten umsehen, wie ein solches Anliegen umgesetzt wurde. „Schön, dass diese Idee von den Jugendlichen selbst kommt", hebt Rauhut hervor. Auch die Umsetzung müssten die jungen Leute größtenteils selbst stemmen, sagt Läbe. Das „Flexible Jugendmanagement" will Hilfestellung geben – bei einer „jugendgemäßen Demokratiebeteiligung", die aus Sicht der Macher von der Skateranlage bis zur Unterstützung zivilgesellschaftlicher Akteure reicht, beispielsweise der „Initiative für ein weltoffenes Geithain".

Das Anfang Juli im Landkreis Leipzig gestartete Projekt „Flexibles Jugendmanagement" läuft in Trägerschaft des Kinder- und Jugendrings Landkreis Leipzig und in Kooperation mit dem Netzwerk für Demokratische Kultur. Dieses Netzwerk mit Sitz in Wurzen will mit kulturellen Projekten bei Bürgern jedes Alters die aktive demokratische Zivilgesellschaft fördern und Bürgerbeteiligung unterstützen.

Bereits seit Monatsbeginn sind Ulrike Läbe und Andreas Rauhut im Jugendmanagement tätig. Die dritte Mitarbeiterin, Cornelia Klingner, wird ab August das Team vervollständigen. Ulrike Läbe, 28 Jahre alt, kommt aus Grimma und hat in Chemnitz Europastudien (Kultur- und Sozialwissenschaft) studiert. Der Leipziger Andreas Rauhut, 38 Jahre alt, ist Religionswissenschaftler und Sozialpädagoge. Die 32-jährige Cornelia Klingner studierte Sozialpädagogik in Roßwein und lebt in Bad Lausick.

Die Ziele des „Flexiblen Jugendmanagements" bestehen in der Stärkung demokratischer Prozesse unter den Jugendlichen im Landkreis und in der Förderung ihrer Teilhabe am Gemeinwesen. Selbstorganisierte Projekte der Jugendlichen im politischen, sportlichen oder kulturellen Bereich stehen dabei im Mittelpunkt. Mit ihrer Arbeit wollen die drei Jugendmanager demokratie- und menschenfeindlichen Tendenzen entgegenwirken.

Dafür bauen sie auf eine enge Kooperation mit den bestehenden Jugendeinrichtungen, zivilgesellschaftlichen Initiativen und Kommunen im Landkreis. „Wir wollen Jugendliche darin unterstützen, ihre Projektideen umzusetzen und ihre demokratische Beteiligung fördern", sagt Rauhut. „Wollen junge Leute beispielsweise einen Treffpunkt in ihrer Kommune einrichten, eine thematische Filmreihe veranstalten oder eine Jugendbegegnung organisieren, stehen wir ihnen beratend zur Seite und begleiten diese Prozesse", nennt er ein Beispiel. Wichtig ist den Leuten vom Jugendmanagement, besonders dort aktiv zu werden, wo Freizeitangebote fehlen oder unzureichend sind. Außerdem wollen sie junge Leute einbeziehen, die sich bisher weniger vor Ort eingebracht haben. „Jugendlichen Mitbestimmung- und Entfaltungsmöglichkeiten direkt in ihrem täglichen Umfeld in der Kommune aufzuzeigen, ist unser zentrales Anliegen", erklärt Läbe.

Die Jugendmanager stehen auf Wunsch aber auch den Mitarbeitern in der Kinder- und Jugendarbeit beratend zur Seite. So können beispielsweise Weiterbildungen zu Themen wie Demokratieförderung und Partizipation angeboten werden. Daneben geht es in dem neuen Projekt auch um eine Sensibilisierung der kommunalen Entscheidungsträger für die Belange Jugendlicher. Für die konkreten Projekte vor Ort wird eine enge Kooperation mit den jeweiligen Kommunen im Landkreis angestrebt.

Jetzt werden sich die Jugendmanager bei Besuchen von Jugendtreffpunkten und Freizeiteinrichtungen im Landkreis zunächst einen Überblick verschaffen. „Damit wollen wir den direkten Kontakt mit Jugendlichen aufbauen und deren Bedürfnisse und Wünsche in Erfahrung bringen, um diese dann mit ihnen gemeinsam umzusetzen", erklärt Ulrike Läbe. Wer bereits ein Anliegen oder eine Projektidee hat, kann sich ab sofort an die Jugendmanager wenden.

Kontakt:

Kinder- und Jugendring Landkreis Leipzig, Turnerstraße 1a in 04651 Bad Lausick

 

Telefon: 034345/55 97 36

Andreas Rauhut

 

Mobil: 0177/5 08 50 09

@www kjr-ll.de

 

Netzwerk für Demokratische Kultur, Domplatz 5 in 04808 Wurzen

Telefon: 03425/85 27 10

Ulrike Läbe

 

Mobil: 01578/3 57 16 98

@www ndk-wurzen.de

Inge Engelhardt

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