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Borna Jugendliche aus sieben Ländern machen arbeitsreiche Ferien in Mölbis
Region Borna Jugendliche aus sieben Ländern machen arbeitsreiche Ferien in Mölbis
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14:07 19.05.2015
Der Aufbau einer Natursteinmauer nahe des Mölbiser Pfarrhauses bereitet den Teilnehmern des Workcamps offensichtlich Freude. Quelle: René Beuckert

t. Die reicht bis in das Jahr 1956 zurück, als auf Anregung des Weltrates der Kirchen in der DDR Begegnungsmöglichkeiten junger Menschen aus Ost und West geschaffen wurden. Heute nutzen Jugendliche aus verschiedenen Ländern die Möglichkeit, sich kostenlos an einem Projekt zu beteiligen. Dabei finden sie auch Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen und starten gemeinsame Unternehmungen. Die Teilnehmer des Mölbiser Camps besuchten beispielsweise Dresden und Leipzig.

Ihre Arbeit verrichten sie unter anderem am Pfarrhaus, das saniert wird und wo der Putz an der Außenfassade abgehackt werden muss. Auch helfen sie mit das Archiv auszuräumen und nahe des Pfarrhauses eine Natursteinmauer aufzubauen. Eine weitere Gruppe Jugendlicher ist in der Trageser Kirche aktiv und wiederum andere betätigen sich an der in Oelzschau.

Elzbieta Pawlas ist eine Betreuerin des Projektes. Sie spricht gut Deutsch und möchte auch alles, wenn möglich, in deutscher Sprache besprechen. "Ich studiere in Polen Linguistik und das Reden in Deutsch hilft mir, die Sprache besser zu verstehen. Nur manchmal weicht sie auf Englisch aus, weil nicht alle jugendlichen Helfer der deutschen Sprache mächtig sind.

"Wir haben hier schon viel erlebt", sagt die polnische Studentin Magdalena Sobkowicz. Die Ausflüge nach Dresden und Leipzig, von denen sie viele Eindrücke mit nach Hause nimmt, haben ihr besonders gefallen. Doch auch das nahe Umfeld konnten sie schon erkunden, sind an den See baden gefahren und unternahmen eine Paddeltour. Magdalena Sobkowicz sagt, für sie sei es schön, hier für einige Stunden zu helfen und gemeinsam mit den anderen Jugendlichen die Freizeit zu verbringen. Obwohl sie gut Deutsch versteht, fällt es ihr dennoch manchmal schwer, ein Wort zu erfassen, wenn es auf sächsisch gesprochen wird. "Der Pfarrer sprach am Anfang immer von einer "Girsche" und meinte die Kirche, sagt sie schmunzelnd.

Alle Beteiligen heben die Nachbarn, Familie Böhner hervor, die ihnen manchmal sogar die Wäsche mit gewaschen hat und sich frühmorgens um die Brötchen kümmerte. Pfarrer Stephan Vorwergk meint, einige Leute aus dem Ort bringen sogar Kuchen vorbei, doch das ist im Vergleich zu den Vorjahren weniger geworden. Trotzdem habe er das Gefühl, die Teilnehmer des Jugendworkcamps werden von den Bewohnern angenommen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.08.2014
Beuckert, René

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