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Borna Jugendliche befreien Borna von Dreck und Müll
Region Borna Jugendliche befreien Borna von Dreck und Müll
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00:30 18.04.2018
Die Bahnhofstraße war am Freitagnachmittag das Revier für die Frühjahrsputzer. Gerade die Grünfläche bot ausreichend Gelegenheit, tätig zu werden. Quelle: Julia Tonne
Borna

In Borna lässt sich so allerhand finden: Münzen, Flaschen, Bonbonpapier und zuweilen gar ein noch eingepacktes Eis. Die Ausbeute der Frühjahrsputzer, die am Freitagnachmittag unterwegs waren, kann sich mehr als sehen lassen. „Leider“, sagt Carlo Hohnstedter vom Kinder- und Jugendparlament (Kijupa), das die Putzaktion organisiert hatte.

Das Revier der Jugendlichen: die Bahnhofstraße vom Busbahnhof bis zur Stauffenbergstraße. Vor allem die Grünanlage entlang der Bahnhofstraße bot viel Gelegenheit, die Mülltüten zu füllen. „Die Leute schmeißen einfach alles weg, obwohl hier überall Mülleimer stehen“, sagt Jugendreferent Inya-Tinko Rabold. Trotz der zu erwartenden Müllmenge ließen sich die rund 20 Putzfreudigen nicht entmutigen, sondern griffen engagiert zu Besen, Greifern und Schaufeln, um Borna zumindest an der Ecke wieder etwas schöner zu machen.

Unter dem Motto „Who kehrs – we care“, was frei übersetzt heißt: Wer kehrt? Wir kümmern uns – waren Mitglieder des Kijupa und Freunde fast vier Stunden unterwegs, um alles einzusammeln, was auf dem Boden nichts verloren hat. Mit von der Partie war auch Elke Dähn, deren Enkel im Kijupa aktiv sind. Lange überzeugen musste man sie nicht, nach der ersten Bekanntgabe des Termins stand fest, dass sie gemeinsam mit ihrem Mann Klaus auch in Borna zu Schaufel und Mülltüte greift. Denn ihre übliche Runde ist die in Espenhain. „Einmal im Monat sind wir dort unterwegs, seit Jahren schon sind wir sehr darauf bedacht, die Umwelt sauber zu halten“, macht sie deutlich.

Wer sich hingegen am Freitagnachmittag nicht blicken ließ: die Sünder selbst. Aber damit hatte auch keiner gerechnet. „Wer seinen Müll irgendwo hinwirft, wird sich an solch einer Aktion nicht beteiligen“, so Hohnstedter. Leider, ergänzt Dähne, werde die Umwelt von vielen „mit Füßen getreten“, dabei könne jeder einen kleinen Beitrag leisten, seine Umgebung sauber zu halten. „Viel Mühe jedenfalls kostet das nicht.“

Nach vier Stunden Sammeln war am Freitag der vom Bauhof gestellte Container voll und wurde abgeholt. Darin zu finden: Schuhe, alte Decken, ein Stuhl und eben Papier und Flaschen in Massen. „Die Bahnhofstraße ist nun mal ein Weg für Pendler, viel Müll landet aus alltäglicher Unachtsamkeit auf der Straße und dem Gehweg“, erklärt Rabold. Allerdings scheinen sich so einige Bornaer in der Grünanlage häuslich niedergelassen zu haben, wie sonst seien Decken und Stühle dort zu erklären. Der ein oder andere Jugendliche wurde noch in anderer Hinsicht fündig: Denn auch so einige Münzen ließen sich entdecken – sehr zur Freude der Kaffeekasse des Kijupa.

Von Julia Tonne

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