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Borna Jugendweihe steht im Landkreis Leipzig weiter hoch im Kurs
Region Borna Jugendweihe steht im Landkreis Leipzig weiter hoch im Kurs
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08:00 01.04.2016
Festakt im Wurzener Kulturhaus Schweizergarten.. Quelle: Archiv
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Borna/Grimma

Der Trend ist ungebrochen. Auch mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem Ende der DDR nehmen Jugendliche im achten Schuljahr an der Jugendweihe teil. Zwischen April und Juni finden im Landkreis Leipzig insgesamt 16 Festveranstaltungen statt, sagt Marcel Lehmann, Regionalkoordinator der Großregion Leipzig im Sächsischen Verband für Jugendarbeit und Jugendweihe. „Aktuell haben wir 2450 Anmeldungen.“ Bis zum Beginn der Jugendweihen könnte die Zahl der Anmeldungen noch steigen, so dass sie mit etwa 2500 über der Zahl des Vorjahres liegen würde.

So finden allein im Bornaer Stadtkulturhaus fünf Veranstaltungen statt, jeweils zwei in Wurzen und Brandis sowie je eine in Grimma und Geithain. Zu den Festrednern gehören nach Angaben von Lehmann die Bornaer Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) und ihr parteiloser Wurzener Amtskollege Jörg Röglin, aber auch die Grimmaer SPD-Ortsvereinsvorsitzende Ute Ziegelmeier und der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Markus Bergforth. Der Geithainer Bürgermeister Frank Rudolph (Unabhängige Wählergemeinschaft/UWG) steht zum ersten Mal auf der Rednerliste. In deren Reden gehe es aber nicht um Politik, betont Koordinator Lehrmann. Der Jugendweiheverband verstehe sich als überparteilich. Deshalb habe es in anderen Jahren auch schon Festredner mit CDU-Parteibuch gegeben. „Wir sind da offen“, so Lehmann. Lediglich die NPD falle aus dem dafür in Frage kommenden Spektrum heraus.

Musikalisch umrahmt werden die Veranstaltungen von Gruppen wie der Leipziger Band „Lifestyle“ und der Sängerin Judith Hermann, die auch schon mit Roger Cicero zusammengearbeitet hat. In Borna stehen zudem die Quertänzer der Musikschule mit auf der Bühne.

Die jungen Leute davor sind mehrheitlich festlich gekleidet, „auch mit Schlips“, sagt Lehmann. Im Gegensatz zu manchen Vätern, die die Sache mit der Krawatte eher locker sehen. „Viele kommen ganz klassisch im Zweireiher.“ Allerdings gebe es auch den Trend, mit neuer Jeans und neuem Hemd zum Festakt zu kommen. Mädchen seien aber in jedem Fall festlich gekleidet, Kleid, Make up und perfekte Frisur inclusive. Entsprechende Inspiration gab es etwa bei der Modemesse des Jugendweiheverbandes im Januar im Goldenen Stern in Borna, bei der 250 Besucher gezählt wurden.

Bekamen Mädchen und Jungen zu DDR-Zeiten einen Wälzer vom Kaliber „Weltall, Erde, Mensch“ oder „Der Sozialismus, deine Welt“ geschenkt, so trägt das Druckerzeugnis in diesem Jahr den Titel „Jugendweihe – Wendepunkt, Weltanschauung, Werte“. Ein neues Buch, sagt Koordinatorin Lehmann, das erst in diesem Jahr auf den Markt kommt.

Die Entwicklung der Jugendweihe, die es punktuell auch in den alten Bundesländern gibt (Lehmann: „In Stuttgart hatten wir 100 Teilnehmer aus Baden-Württemberg.“) sei nach wie vor positiv. Und sie sei nicht auf die Teilnahme an den Veranstaltungen des Verbandes beschränkt. Lehmann erzählt von Jugendlichen, die eine Art privater Jugendweihe feiern, ohne den Namen zu verwenden, nur für sich im Kreis der Familie. Auch für das nächste Jahr liegen bereits Anmeldungen vor, derzeit etwa 1350. Im Jahr 2017, so Lehmann, dürften im Landkreis wieder etwa 2500 junge Leute an der Jugendweihe teilnehmen.

Von Nikos Natsidis

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