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Borna Jung und Alt feiern in Ramsdorf Siedlerfest
Region Borna Jung und Alt feiern in Ramsdorf Siedlerfest
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16:51 04.10.2016
Die Akteure des Siedlervereins sorgen in Ramsdorf für das leibliche Wohl.  Quelle: René Beuckert
Regis-Breitingen/Ramsdorf

 Das Ramsdorfer Siedlerfest, das die Bewohner immer am 2. Oktober feiern, hat Tradition. Wann sie ihr erstes Fest begingen, da scheiden sich die Geister. Die einen meinen vor 17 Jahren, andere haben die wage Vermutung, dass bereits vor 18 Jahren der Grundstein gelegt wurde. Zumindest sind sich alle einig: Das Fest kommt bei Jung und Alt gut an.

Renate Dähne, die mit anderen Mitstreitern die Fäden in der Hand hält, sagt: „Ohne Unterstützung der Vereine sowie der Feuerwehr, wäre das Siedlerfest kaum durchführbar. Bei uns im Dorf funktioniert vieles noch auf Zuruf, und an solch getroffenen Vereinbarungen, daran halten sich alle.“ So unterstützt die Feuerwehr den Siedlerverein beim Fackelumzug und hat auch das anschließende Lagerfeuer im Blick. Der Sportverein stellt das Gelände, aber auch die Zelte auf dem Sportplatz zur Verfügung und hilft beim Aufbau tatkräftig mit. „Sogar bei anderen Veranstaltungen im Dorf klappt der Zusammenhalt“, freut sich Renate Dähne.

Eine feste Größe zum Fest ist der Flohmarkt, dessen Auswahl von Schallplatten über Bleikristallware bis zur Schreibmaschine reicht. „Die Erika funktioniert einwandfrei, nur das Farbband hat etwas an Kraft verloren“, sagt Birgit Franke. Wer lange genug stöbert, wird schnell fündig, zumindest wenn er an DDR-Produkten interessiert ist. Annerose Wilde entdeckt in einem Karton Sammeltassen und an anderer Stelle zaubert sie Kuchenteller hervor. Der Verein sammelt vor dem Fest die Flohmarktsachen im Dorf, um sie zum Siedlerfest zu veräußern. Aus dem Erlös und weiteren Einnahmen können sie das Fest auf die Beine stellen, da es von der Unterstützung aller lebt. „Die Bewohner aus dem Ort nutzen die Gelegenheit, in geselliger Runde noch einmal zusammenzukommen“, bemerkt Angelika Hüfner vom Verein.

„Die leckeren Roster verachtet kaum jemand“, erklärt Klaus Hüfner, der mit weiteren Mitstreitern für den Grill eingeteilt ist. Das Siedlerfest bilde eine gute Plattform für Begegnungen. Traudlinde Bertrand lässt es sich nicht nehmen am Flohmarktstand vorbeizuschauen. Eigentlich geht es ihr weniger darum, etwas zu kaufen, vielmehr liegt ihr daran, mit Leuten aus dem Ort, die sie lange schon nicht mehr gesehen hat, ins Gespräch zu kommen. „Ich finde es schön, dass der Verein so etwas auf die Beine stellt. Die Mitglieder geben sich immer viel Mühe damit das Fest gelingt“, stellt sie fest. Den krönenden Abschluss bildet am Abend der Fackelumzug, der durch den Ort führt und besonders den Kindern mit ihren bunten leuchtenden Lampions in Hand viel Freude bereitet.

Von René Beuckert

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