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Borna Junge Bornaer mit vielen Eindrücken zurück vom Weltjugendtag in Krakau
Region Borna Junge Bornaer mit vielen Eindrücken zurück vom Weltjugendtag in Krakau
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17:04 01.08.2016
Lukas Ramm (li.) und Mara Scholz aus Borna sind beim Weltjugendtag in Krakau dabei gewesen. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna/Krakau

Sie waren fünf von geschätzten 1,5 Millionen Menschen, die am Sonntag im polnischen Krakau mit Papst Franziskus einen Gottesdienst feierten. Die Begegnung mit dem Ponitfex, das Erleben von weltumspannender Gemeinschaft – das wirkt in Mara Scholz, Lukas Ramm und den anderen jungen Mitgliedern der Katholischen Kirchgemeinde St. Joseph Borna noch lange nach. Dem eigentlichen XXXI. Weltjugendtag voraus gegangen waren Tage der Begegnung mit polnischen Jugendlichen im schlesischen Zabrze.

Was beeindruckte, sei vor allem die Erfahrung gewesen, „dass es ohne Konflikte geht, friedlich“, sagt Lukas Ramm. Jeder könne dazu seinen Beitrag leisten; das sei unverzichtbar und fange im Kleinen an. So, sagt der 18-jährige Bornaer, habe er Papst Franziskus verstanden.

„Es fühlt sich gut an zu spüren, man ist nicht allein“, ergänzt Mara Scholz (16). Heranwachsende aus allen Teilen der Erde, 190 Nationen zugehörig, versammelten sich zu der mehrtägigen Veranstaltung. Jakob Murawa, ebenfalls zur Bornaer Gemeinde gehörig, hatte den Ehrgeiz, Menschen möglichst vieler Nationen auf seinem Rucksack unterschreiben zu lassen; die Namen zu zählen, dieser Mühe unterzog er sich noch nicht. Kein Wunder: Erst am Montagmorgen traf die Gruppe wieder in Borna ein.

Nach Polen gefahren waren die Vertreter von St. Joseph mit Jugendlichen mehrerer Leipziger Gemeinden. Die ersten Tage verbrachten sie in Zabrze, dem früheren Hindenburg, wurden dort von jungen Leuten einer polnischen Gastpfarrei betreut. „Wir haben viel geredet, gesungen, getanzt“, so Mara. Außerdem eine Stadtrallye unternommen, ein Bergwerk besichtigt. „Wir wohnten bei Gastfamilien, die uns sehr herzlich aufnahmen.“

Sowohl in Zabrze als auch in Krakau war Englisch jene Sprache, mit der die Verständigung am besten klappte. Die Botschaft des Papstes (Mara: „Das Papamobil fuhr nur 300 Meter entfernt von uns vorbei“) wurde via Handy und Kopfhörer simultan übersetzt. Was Mara und Lukas vor allem mitnahmen in ihre Heimatregion, in der sie als Glaubensgemeinschaft nur eine sehr kleine Gruppe sind: dass der Glaube eine Kraft sein kann, die Menschen verbindet und die die Welt zusammenhält.

„Vor allem den Eltern war es sehr wichtig, dass ihre Kinder teilnehmen“, sagt Pfarrer Dietrich Oettler. Gemeinschaft und die Lebendigkeit von Werten zu erfahren, präge; er selbst habe es in bester Erinnerung, dass er vor sechs Jahren dem Papst Benedikt recht nahe haben sein können – damals in Madrid.

Im Anschluss an die Heilige Messe am 14. August werden Mara, Lukas und die anderen von ihren Eindrücken berichten. Eindrücke, die ihrer Großeltern-Generation besonders nahe gehen dürfte, musste doch ein Teil von ihnen Schlesien nach dem Zweiten Weltkrieg verlassen und fasste danach im Leipziger Südraum neu Fuß.

Von Ekkehard Schulreich

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