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Borna Junge Störche werden in Pegau beringt
Region Borna Junge Störche werden in Pegau beringt
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14:23 19.05.2015
Hoch oben auf der Ziegelei beringt Dietmar Heyder (l.) drei Jungstörche. Mario Zetzsche bedient die Drehleiter. Quelle: Hans Hermann Koch

"Wenn die schon zu groß sind, müssen wir die ganze Aktion hier abbrechen," sagte er zum Feuerwehrmann Mario Zetzsche. Dieser brachte wie zuvor bei der Beringung der drei Störche auf der kleinen Esse der Gärtnerei Nolte in Groitzsch seinen Leiterwagen in Stellung.

Rundum versammelten sich Neugierige, die von dem Ereignis aus der Leipziger Volkszeitung erfahren hatten. 22 Meter wurde der Korb der Drehleiter bei rund 65 Grad ausgefahren. Der Storchenbeauftragte war zufrieden: Die drei kräftigen Kerlchen mit den schwarzen Schnäbeln lagen friedlich in dem trocknen Nest. Die Eltern bezogen in Sichtweite ihre Posten und warteten die Prozedur, die sie aus den Vorjahren kannten, ab. Allerdings hatte es die Brut im Hochwasserjahr 2013 wegen des Dauerregens im Mai nicht geschafft.

Da sich die Jungstörche passiv verhielten, waren die drei Ringe schnell angebracht und nach kaum zehn Minuten ging es abwärts, Dietmar Heyder aus Markranstädt war zufrieden. Mario Zetzsche, ein Groitzscher Feuerwehrmann mit Herz, fuhr die Leiter noch einmal aus, diesmal jedoch im gehörigen Abstand zu den drei Jungvögeln. Jetzt durften die Fotografen einige Aufnahmen vom Nest und der Umgebung der alten Ziegelei und dem Angelteich Kallenbach machen.

Für die Störche kann es dann im August mit den gültigen Herkunftsnachweisen in Richtung Afrika gehen. Seit 1912 das letzte Storchenpaar der Gegend das Rittergut Haselbach verlassen hatte, war es ruhig im Leipziger Land um den Weißstorch geworden. Erst um 1980 kehrten, nach vorherigen Bemühungen der Natur- und Umweltschützer beim Bau von Nestern, nach und nach die Tiere zurück. Auf die Esse der Ziegelei Erbs in Pegau hatte der Storchenbeauftragte Andreas Fischer aus Lucka mit Mitstreitern eine Horstunterlage angebracht, die bereits im Folgejahr angenommen wurde und 1989 den ersten Nachwuchs brachte. Auch die Esse der weiter hinten am Wasserwerkswald gelegenen Schinderei wird ab und an von Storchenpaaren besiedelt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.06.2014
Koch, Hans Hermann

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