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Jungfacharbeiter aus Sachsen-Anhalt fühlt sich bei Dow in Böhlen pudelwohl

Ausbildung Jungfacharbeiter aus Sachsen-Anhalt fühlt sich bei Dow in Böhlen pudelwohl

Toni Krößmann ist seit einem guten Monat ausgebildeter Chemikant. Gelernt hat er bei der Dow, sein Arbeitsort ist Böhlen. Dort will das Unternehmen jetzt erstmals wieder Jugendlichen direkt vor Ort die Ausbildungsmöglichkeiten im Konzern vorstellen. Der Tag der Ausbildung im Chemiewerk Dow, Standort Böhlen, findet am 19. März von 10 bis 13 Uhr statt.

 

Interessante Kulisse: Chemiewerk Böhlen bei Nacht.

Quelle: Jens Paul Taubert

Lippendorf/Böhlen. Toni Krößmann ist seit gut einem Monat ein fertig ausgelernter Chemikant. Er arbeitet im Drei-Schicht-System rund um die Uhr an der Anilin-Anlage im Dow Chemiewerk Böhlen. „Ich mache jetzt das, was ich immer machen wollte“, sagt der Zwanzigjährige. Für ihn hat sich die dreieinhalbjährige Ausbildung in Leuna, Schkopau und Böhlen gelohnt.

Weil die Dow auch künftig viele junge Leute aus den Regionen ihrer Standorte in Sachsen und Sachsen-Anhalt ausbilden und später als zufriedene und gut motivierte Jungfacharbeiter einstellen möchte, veranstaltet das Unternehmen am 19. März erstmals seit gut zwanzig Jahren wieder einen Tag der Ausbildung in Böhlen. Bisher war diese Form der Nachwuchswerbung auf Sachsen-Anhalt beschränkt, wo sich in Schkopau das Ausbildungszentrum für die mitteldeutschen Dow-Standorte befindet. Jetzt können Schüler ab 14 das Unternehmen und die interessanten Möglichkeiten bei der Dow direkt in Böhlen kennen lernen.

Auch für Toni Krößmann war es bis zum Ausbildungszentrum, wo fast das gesamte erste Lehrjahr absolviert wird, ein weiter Weg. Zwar wohnt er in Sachsen-Anhalt, aber von seinem Heimatort Uichteritz bei Weißenfels brauchte er, bevor er später mit dem eigenen Auto fuhr, für eine Strecke zu Fuß und mit der Bahn rund anderthalb Stunden. Bereut hat er es nicht. Von Böhlen nach Schkopau sind es rund 60 Kilometer. Doch die Dow, das kündigt Unternehmenssprecherin Astrid Molder an, wird für Auszubildende aus der hiesigen Region einen Shuttleverkehr zwischen Böhlen und dem Ausbildungszentrum in Schkopau einrichten. Damit soll es auch hiesigen Schulabgängern leichter gemacht werden, eine Ausbildung bei der Dow aufzunehmen.

Die nach der Erfahrung von Toni Krößmann sehr spannend und interessant sein kann. Er selbst habe schon lange gewusst, dass er im Beruf mal „was mit Chemie machen“ wollte. Und er hatte die Anlagen von Leuna immer vor Augen. Um so interessanter sei es für ihn gewesen, berichtet der junge Mann, dass alles von Nahem und von innen zu sehen. Im dritten Lehrjahr wurde er an der Anilin-Anlage in Böhlen eingesetzt, wo er auch jetzt nach Abschluss der Ausbildung, arbeitet.

Insgesamt schlossen im Januar 23 Jungfacharbeiter ihre Ausbildung bei der Dow ab, fünf arbeiten seitdem in Böhlen. Toni Krößmann hatte sich für den Beruf des Chemikanten entschieden. Die Dow bildet außerdem Elektroniker für Betriebstechnik, Elektroniker für Automatisierungstechnik und Mechatroniker aus. Dass der junge Mann sich in Böhlen jetzt pudelwohl fühlt, liegt zum einen daran, dass er schon während des dritten Lehrjahres an mehreren Arbeitsstellen der Anilinanlage eingearbeitet und vom Produktionsleiter geprüft wurde. Zudem, erzählt er, hätten ihn die erfahrenen Kollegen gut ins Team aufgenommen, beantworten ihm alle seine Fragen und übergeben ihm schon frühzeitig Verantwortung. Dem Zwanzigjährigen fällt noch mehr ein, was für eine Lehre bei der Dow spricht: übertariflicher Verdienst zum Beispiel und die Chance, schon während der Ausbildung auch einen der internationalen Standorte des Konzerns kennen zu lernen.

Tag der Ausbildung im Chemiewerk Dow, Standort Böhlen, 19. März, 10 bis 13 Uhr.

Von André Neumann

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