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Jungrinder und Technik gerettet

Jungrinder und Technik gerettet

Die Polizei hat keine Zweifel: Die brennenden Altreifen gestern Nacht im Pegauer Ortsteil Großstorkwitz sind das Werk von Brandstiftern. Schnell hatten die Flammen auf eine 38 mal 15 Meter große Feldscheune übergegriffen, in der elf Jungrinder, Strohballen und Landmaschinen untergestellt waren.

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Vor der Halle, die weiter genutzt werden kann, steht ein Feuerwehrmann in einem Schaumteppich.

Quelle: Mike Köhler

Pegau. Die Tiere als auch die Technik konnten vom Eigentümer gerettet werden und blieben unversehrt. 20 Feuerwehrkameraden aus Pegau und Wiederau waren bis morgens im Einsatz.

 

 

Gestern früh ist für Angela und Ekkehard Seiferth aus Großstorkwitz nichts mehr wie es war: "Es ist ganz, ganz schlimm, was hier passiert ist", sagt die Landwirtin und ringt sichtlich um Fassung. Das Ehepaar wurde in der Nacht gegen 2.40 Uhr aus den Betten geklingelt. Ein Bekannter war gerade auf dem Weg zur Arbeit und hatte das Feuer an der Scheune bemerkt. "Eine reine Glückssache", findet Ekkehard Seiferth, "denn er fängt immer nur mittwochs so zeitig an mit Arbeiten. Wer weiß, wie es sonst ausgegangen wäre..." Schnell rief der Landwirt die Feuerwehr und eilte selbst an den Unglücksort. Die Scheune befindet sich neben einem Wirtschaftsweg in Richtung Weideroda. Der 54-Jährige öffnete als Erstes die Tore, holte alle elf Jungrinder ins Freie und rettete die landwirtschaftlichen Geräte. Dann nahm er einen Feuerlöscher und versuchte bis zum Eintreffen der Feuerwehr, "ein bisschen zu retten, was zu retten ist".

Kurz danach trafen die Feuerwehren aus Wiederau mit sieben Kameraden und Pegau mit 13 Kameraden ein. "Als Erstes galt es, ein weiteres Übergreifen der Flammen auf das Dach zu verhindern, da sich dort eine Solaranlage befindet", berichtet Feuerwehrsprecher Ronny Wiesner unserer Zeitung. Für die Bekämpfung der brennenden Reifen kam ein Trupp unter schwerem Atemschutz mittels Schaumrohr zum Einsatz. Ein zweites Rohr wurde im Innenangriff eingesetzt, damit konnte ein Ausbreiten des Feuers auf den gesamten Dachstuhl verhindert werden, so Wiesner weiter.

Für die Wasserversorgung bauten die Retter eine Schlauchleitung über rund 250 Metern zu einem Hydranten im Dorf auf. Nach etwa 30 Minuten hatten sie das Feuer unter Kontrolle, die letzten Flammen verloschen gegen 4.45 Uhr. Um die verbrauchten Materialen auffrischen zu können, wurde auch das Feuerwehrtechnische Zentrum angefordert. Die Helfer hatten Schaummittel mitgebracht und nahmen alle benutzten Schläuche und Atemschutzgeräte wieder mit. Ihr Einsatz endete gestern gegen 6.30 Uhr.

Doch nur kurze Zeit später flammte das Feuer erneut auf, so dass die Kameraden mit einem Tanklöschfahrzeug ausrückten. Ein Landwirt stellte schwere Technik zur Verfügung und unterstützte die Restlöscharbeiten.

Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt. Kripobeamte ermitteln wegen Brandstiftung. Die Polizei bittet nun Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben und sachdienliche Hinweise geben können, sich bei der Kripo in Leipzig, Dimitroffstraße 1, Telefon 0341/96 64 66, zu melden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.02.2014
Kathrin Haase

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