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Jungstörche in Thräna und Groitzsch beringt – jeweils ein Quartett im Nest

Kleiner Adebar heißt nun Paul Jungstörche in Thräna und Groitzsch beringt – jeweils ein Quartett im Nest

Anscheinend wird es im ehemaligen Kreis Borna wieder ein gutes Storchenjahr. In Pegau und Oelzschau wachsen je drei Jungstörche heran und in Saasdorf brütet das Paar noch. In Groitzsch und Thräna sind jetzt jeweils vier Jungstörche beringt worden.

Das ist einer der vier Groitzscher Jungstörche, die beringt wurden.

Quelle: Olaf Becher

Borna/Groitzsch. Ornithologe Dietmar Heyder aus Markranstädt hatte am Wochenende gut zu tun. In Groitzsch und Thräna stand die Beringung der in diesem Jahr geschlüpften Weißstörche an. Jeweils vier kleine Klapperer werden derzeit an beiden Standorten von den Alttieren groß gezogen und wie es scheint, wird es im ehemaligen Kreis Borna wieder ein gutes Storchenjahr. Auch in Pegau und Oelzschau wachsen je drei Jungstörche heran und in Saasdorf brütet das Paar noch. Los ging es für Heyder am Sonnabendvormittag in Groitzsch.

Per Drehleiter der örtlichen Feuerwehr begab er sich zu dem 16 Meter hohen Nest auf dem Schornstein der Gärtnerei Nolte, um den Adebaren ihren Ausweis fürs Leben, einen schwarzen Plastikring mit weißer Ziffernfolge, anzulegen. Die zugehörigen Daten werden dann bei der Beringungszentrale in Hiddensee gespeichert, damit bei einer späteren Ablesung die Zugwege sowie die weitere Lebensweise des Vogels besser nachvollzogen werden können. Einen Jungstorch brachte Heyder mit nach unten. An ihm vollzog er die Prozedur vor den etwa 40 großen und kleinen anwesenden Zuschauern. Besonders die Kinder waren begeistert, einmal einen Weißstorch aus nächster Nähe zu sehen und natürlich musste der Beringer viele Fragen über die Störche beantworten. Eine gute Werbung für die geschützten Vögel.

„In diesem Jahr waren bisher die Wetter- und Nahrungsbedingungen ideal“, freute sich auch der für den Altkreis Borna verantwortliche Storchenbeauftragte Andreas Fischer. „Hoffen wir, dass es so bleibt.“ Am Sonntagnachmittag kamen dann die vier Thränaer Nestlinge an die Reihe. Auch hier beringte Dietmar Heyder einen kleinen Schwarzschnabel direkt vor den Augen der etwa 60 Besucher auf dem Grundstück der Spörls. Dabei gab er einen kurzen Abriss über die Geschichte der Vogelberingung und zum Leben eines Weißstorches. Sowohl den Groitzschern als auch den Thränaer Adebaren bescheinigte er einen für ihr Alter guten Zustand. „Die fünf bis sechs Wochen alten Tiere haben sich bestens entwickelt. Alle sind wohlauf und in einer Top-Verfassung“, erklärte Heyder. Storchenvater Jörg Spörl konnte dem nur beipflichteten. „In diesem Jahr ist es optimal gelaufen. Die Alttiere waren überaus zeitig da und alle vier Jungvögel befinden sich im gleichen Entwicklungsstadium.“

Die Beringung in Thräna ist jeweils ein kleines Fest mit Kaffee, Kuchen und Rostern. Hier hat sich auch die Tradition entwickelt, dem am Boden beringten Adebar einen Namen zu geben. Die anwesenden Kinder einigten sich schließlich auf Paul.

Von Olaf Becher

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