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Borna KVK-Mädchen zeigen den Hexentanz vorm heißen Feuer in Kitzscher
Region Borna KVK-Mädchen zeigen den Hexentanz vorm heißen Feuer in Kitzscher
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15:40 03.05.2016
Mario Simon vom Karnevalsverein gibt den Hexenmeister.  Quelle: Foto: André Neumann
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Kitzscher

Hunderte Einwohner von Kitzscher und Gäste machten das Walpurgisfest auch in diesem Jahr zur ersten großen Open-Air-Party in der Stadt. Bei bestem Frühlingswetter mit angenehmen Temperaturen bis in den Abend bevölkerten Frauen, Männer und Kinder das Rittergutsgelände.

Veranstalter des Festes war in diesem Jahr erstmals der Karnevalsverein Kitzscher (KVK). Der hat die Organisation vom Heimatverein übernommen, welcher sich mit zwei Verpflegungsbuden dennoch beteiligte. Der KVK wartete mit ein paar Neuerungen auf. Die erste war weithin sichtbar: Jörg Heuter hatte aus seinem Reitsportzentrum einen knallroten Lkw mit großer Videowand auf den Platz gefahren, auf der die schönsten Bilder der Faschingsumzüge von 2015 und 2016, von den Weihnachtsmärchen des KVK und von der 50. Session abliefen. Heiko Vorwerg, der am Sonnabendabend für die Beschallung des Platzes sorgte, hatte dafür aus rund 3300 Fotos 400 ausgewählt. Ab und zu ließ er auch ein Musikvideo über den Bildschirm flimmern. Neu war auch, dass es keine Bühne für Auftritte mehr gab. Dafür hatten die Karnevalisten direkt vor die Absperrung um das Feuer eine kleines Podest gezimmert. Auf dem gab KVK-Vizepräsident Mario Simon mit den hoch auflodernden Flammen im Rücken den Hexenmeister aus Goethes Zauberlehrling, den er gemeinsam mit Max Jeitner vortrug, einem der beiden männlichen Tänzer in der mittleren Garde des KVK. Den anschließenden Hexentanz vor dem Feuer vollführten die Mädchen allein.

Das Feuer, auf das die Kitzscheraner wegen seiner schieren Größe seit Jahren stolz sind, war allerdings nicht so ganz nach dem Geschmack des Karnevalsvereins. Einige Mitglieder hatten nämlich extra eine Menge Holz zusammengetragen und wollten damit am Sonnabendvormittag den Feuerstoß fachmännisch aufbauen. Doch der Bauhof kam ihnen zuvor, berichtete Simon, und errichtete schon am Freitag ein Feuer, das – ganz anders als in den zurückliegenden Jahren – ein wenig wüst aussah und bei Simon den Verdacht aufkommen ließ, es könnte nicht all zu lange brennen. Immerhin, es brannte groß, hell und heiß, so wie es die Kitzscheraner mögen, und auf einem Baumstamm saß ganz oben auch wieder eine Hexenfigur, der es ziemlich genau in dem Moment an den Kragen ging, als unten der Zauberlehrling nach seinem Meister rief.

Die Anziehungskraft des Walpurgisfestes in Kitzscher reichte sogar bis nach München. Dort ist mittlerweile die aus Kitzscher stammende Tina Goike zu Hause. Mit ihrem Partner Sandro Schmidt auf Kurzbesuch in der alten Heimat, ließ sie sich das Fest nicht entgehen. Ebenso wenig wie Stefanie Sommer, auch eine ehemalige Kitzscheranerin, und ihr Mann Sebastian Löwe, die in Naunhof wohnen.

Von André Neumann

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