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Borna Kämmerei schafft Jahresabschlüsse nicht allein
Region Borna Kämmerei schafft Jahresabschlüsse nicht allein
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12:01 02.06.2018
Zu viel Arbeit im Röthaer Rathaus: Für die Jahresabschlüsse holt sich die Stadtverwaltung Hilfe eines Beratungsbüros. Quelle: Jens Paul Taubert
Rötha

Neue Auflagen des Landratsamtes für die Erstellung von Haushaltplänen stellen die Kommunen vor komplizierte Aufgaben. Konkret heißt die Ansage aus Borna, die ursprünglich aus dem Innenministerium kommt: Nur wenn die Jahresabschlüsse für 2013 und 2014 vorliegen, kann der Haushaltplan für 2019 genehmigt werden.

Abschlüsse sind auch für Espenhain noch zu machen

In Rötha müssen allerdings vier Abschlüsse angefertigt werden, nämlich die für beide Jahre jeweils für die ehemalige Gemeinde Espenhain, die 2015 eingemeindet wurde, und für die Stadt Rötha.

„Das ist mit dem vorhandenen Personal nicht zu schaffen“, ist Röthas Kämmerin Heike Herzig überzeugt. Deswegen legte sie dem Verwaltungsausschuss einen Vertrag zur Zusammenarbeit mit dem Dresdener Büro B&P vor. Das hat bereits die für die Einführung der Doppik erforderlichen Eröffnungsbilanzen für Espenhain und Rötha erstellt sowie für Rötha das aktuelle Konzept zur Konsolidierung des Haushaltes.

Defizite in der Finanzverwaltung

Offensichtlich gab es in der Röthaer Finanzverwaltung Defizite, die den jetzt erforderlichen Aufwand zusätzlich in die Höhe treiben. „Wir müssen jede Rechnung noch einmal anfassen“, sagte Heike Herzig.

Die Kämmerin, die seit Anfang des Jahres neu im Röthaer Rathaus ist, deutete an, dass Mitarbeiterinnen für die erforderlichen Buchungsabläufe nicht ausreichend qualifiziert waren und dass deren Arbeitszeit zu stark gekürzt worden war. Beides sei jetzt geändert worden: Die Mitarbeiterinnen besuchen Weiterbildungen und arbeiten wieder länger.

Stadt zahlt für Beratungsleistungen

Neben diesen zusätzlichen Kosten muss Rötha auch für die Beratungsleistungen zahlen. Gerechnet wird, dass neben schon geplanten 25 000 Euro für Sachverständige noch einmal die gleiche Summe benötigt wird.

„Die Umstellung auf die Doppik hat sehr viel Geld gekostet“, sagte die Kämmerin. „Sie ist für mich aber dennoch die bessere Art der Haushaltführung“, fügte sie hinzu.

Trotz Beratung und Unterstützung wird die Zeit bis zur nächsten Haushaltplanung knapp. „Was passiert, wenn wir es nicht schaffen?“, wollte ein Ausschussmitglied wissen. Das, entgegnete die Kämmerin, könne sie nicht sagen. Aber Rötha sei nicht die einzige Kommune, der es so geht. Der Ausschuss beschloss den Vertrag mit B&P einstimmig bei einer Enthaltung.

Von André Neumann

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