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Borna Kahnsdorf: Moderne Stallanlage soll Geruchsbelästigung reduzieren
Region Borna Kahnsdorf: Moderne Stallanlage soll Geruchsbelästigung reduzieren
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18:39 28.03.2012
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. „Es gibt Tage, da hält man den Gestank kaum noch aus", meint etwa Gernot Büttner, der in der Pürstener Straße direkt neben der Anlage wohnt. Eine andere Anwohnerin meint, dass die ehemalige LPG-Anlage schon zu DDR-Zeiten stank. Die Gerüche nahmen aber in den letzten zwei Jahren seit der Inbetriebnahme der Biogasanlage erheblich zu. Der Betreiber, die Rosé Kälber GmbH, will nun eine moderne Stallanlage auf einem neuen Standort außerhalb des Ortes bauen. Die Biogasanlage bleibt am alten Fleck.

Zur jüngsten Gemeinderatssitzung in Neukieritzsch am Dienstagabend wurden zwei Standorte und das Modell der neuen Anlage vorgestellt. Gernot Büttner und elf weitere Kahnsdorfer hörten sich im Ratssaal gespannt die neuen Informationen von Denny Jonies an. Der Ingenieur für Landwirtschaft und biologische Verfahrenstechnik gehört zum Chemnitzer Projektbüro SHN, das von der Rosé Kälber GmbH für die Verlagerung und Bau der Ställe beauftragt wurde.

Der Standort 1 (Vorschlag Gemeinde Neukieritzsch) liegt südwestlich von Kahnsdorf. Selbiges gilt auch für den Standort 2 nahe der Fahrsiloanlage. Die ist aus Sicht des Betreibers die günstigere Variante. Bei Letzterer sprach Jonies von einem Hintergrundgeruch von einem Prozent der Jahresstunden. Dagegen würde bei Standort 1 die Westseite der Thomas-Müntzer Straße mehr Gerüche abbekommen, aber noch unterhalb des Grenzwertes von 20 Prozent der Jahresstunden liegen.

Für Monika und Dietmar Hladik, Betreiber der Kahnsdorfer Gaststätte „Zur Schmiede", war weniger die Standortwahl als vielmehr der Zeitpunkt für den Neubau interessant. „Viele unserer Freisitz-Besucher hatten sich im letzten Jahr über den Gestank beschwert. Da muss dringend etwas passieren", so Dietmar Hladik. Denny Jonies sprach von etwa einem Jahr zwischen Bauantrag und Fertigstellung. Sirko Horning, der für die Kuhstallanlagen in Kahnsdorf zuständig ist, sprach von zwei Jahren. „Für die Bauanträge und Genehmigungen geht viel Zeit ins Land. Deswegen sollten wir so schnell wie möglich zu einer Entscheidung kommen", so der Betreiber. Bürgermeister Henry Graichen forderte trotzdem einen Monat Zeit, in dem der Bauausschuss und Technische Ausschuss die Vor- und Nachteile der beiden Standorte abwägen können.

Peter Krischunas

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