Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Kahnsdorfer Bürgerinitiative für Wyhra-Umleitung
Region Borna Kahnsdorfer Bürgerinitiative für Wyhra-Umleitung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:54 30.11.2018
Die Whyra - hier ein Bild vom Schlosspark in Frohburg. Quelle: Jens Paul Taubert
Neukieritzsch

Der Bergbausanierer LMBV informierte am Mittwoch in einem Workshop Kommunen, Behörden und die Kahnsdorfer Bürgerinitiative über den aktuellen Sachstand zur Eisenbelastung der Pleiße. Die Eisenverbindungen führen seit Längerem zur Braunfärbung des Wassers, eine Folge des Braunkohlentagebaus. Ansteigendes Grundwasser spült aus den Abraumkippen eisenhaltiges Wasser in den Fluss.

Anfang des vergangenen Jahres wurden Pläne bekannt, dass der Bergbausanierer die Pleiße durch den Kahnsdorfer See leiten will, wo der Fluss sich der Eisenhydroxidschlämme entledigen soll. Dies sorgte in Kahnsdorf für Protest, es bildete sich eine Bürgerinitiative. Nun finden regelmäßig Treffen der beteiligten Kommunen und Behörden sowie der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) statt. Am Mittwoch ging es erneut um die Diskussionen über die Einbindung der Wyhra in den Hainer See.

Geringere Wassermenge einfacher zu reinigen

Dahinter steckt folgende Idee: Wenn die Wyhra vor der Mündung in die Pleiße in den Hainer See geleitet wird, führt die Pleiße mit weniger Wasser an den Witznitzer Kippen entlang, aus denen der Eiseneintrag erfolgt. Diese geringere Wassermenge könnte möglicherweise noch gereinigt werden. Erst danach würde die saubere Wyhra aus dem See der Pleiße zugeführt.

„Der Lösungsansatz der Einleitung der Wyhra in den Hainer See wird von den Vertretern der Bürgerinitiative Kahnsdorfer See sowie den Eigentümervertretenr des Hainer Sees grundsätzlich begrüßt, da als Nebeneffekt die wasserwirtschaftliche Nachsorge des Hainer Sees in Menge und Güte realisiert werden könnte“, teilte LMBV-Pressesprecher Uwe Steinhuber mit.

Nächstes Treffen 2019 geplant

Ebenfalls vorgestellt wurden Betrachtungen der LMBV zur Verlegung der Pleiße außerhalb des Kippenbereichs als Ort des Haupteiseneintrages und die Durchleitung der Pleiße durch die Witznitzer Seen. Dabei wurden verschiedene Varianten für eine Durchleitung hinsichtlich ihrer Verhältnismäßigkeit, technischen Umsetzbarkeit und Wirksamkeit analysiert und bewertet, so der Sprecher.

Das nächste Treffen soll Mitte 2019 stattfinden. Auf ihrer Homepage unter https://www.lmbv.de/index.php/loesungen-fuer-die-pleisse.html informiert die LMBV über die Eisenverbindungen in der Pleiße, die nach Angaben des Unternehmens ungiftig sind.

Von Claudia Carell

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Gemeinsam mit seinem Amtskollegen aus Nordsachsen sowie Leipzigs Oberbürgermeister kritisiert der Landrat des Landkreises Leipzig, Henry Graichen (CDU), die Pläne von Verkehrsminister Martin Dulig (SPD). Das Trio befürchtet „Kleinstaaterei“.

30.11.2018

Aus finanziellen Gründen will der Landkreis Leipzig das Volkskundemuseum Wyhra schon lange abgeben. Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab – diese beinhaltet neue Öffnungszeiten.

29.11.2018

Das Engagement von Kitzenern für eine Einkaufsgelegenheit im Ort trägt Früchte. Carsten Iwan und seine Mitstreiter haben einen Investor und einen Händler gefunden, sodass ein Diska-Markt entstehen kann.

29.11.2018