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Kahnsdorfer Lagune versumpft nicht

Kahnsdorfer Lagune versumpft nicht

Kann der Hainer See trotz privater Nutzung weiter von der breiten Öffentlichkeit genutzt werden? Wie ist der Stand der Erschließung des Baugebietes Lagune Kahnsdorf? – Fragen, die vorgestern auf der Tagesordnung des Ortschaftsrates von Lobstädt, Großzössen und Kahnsdorf im Schillerhaus in Kahnsdorf standen.

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Idyllisch liegen die Boote am Steg. Insgesamt gibt es derzeit acht Anlegestellen.

Quelle: Günther Hunger

Kahnsdorf. Etwa 40 Bürger waren der Einladung des Ortschaftsrates und der Gemeinde Neukieritzsch gefolgt. „Der Bebauungsplan für das Nordufer und die Lagune Kahnsdorf sind rechtskräftig“, erklärte Christian Conrad von der Blauwasser Seemanagement GmbH. Bisher hätte sein Unternehmen 25 Grundstücke verkauft. Noch einmal so viele seien reserviert. Bisher gäbe es auch 15 Gewerbetreibende, die sich für den Hainer See interessieren würden. Dazu gehörten eine Kindersegelschule, und ein Segelverein, eine Wasserski-Firma und Gastronomen.„Gegenwärtig dürfen jedoch noch keine Boote über den See fahren. Er ist noch nicht zur öffentlichen Nutzung freigegeben“, sagte Conrad. Der See habe schon den Wasserstand von 126 NN erreicht. Der ph-Wert in der Lagune Kahnsdorf liege noch bei 5. „Die LMBV will die Neutralisierung weiter vorantreiben“, sagte der Geschäftsführer. Während der Hainer See im Durchschnitt 40 Meter tief sei, würde die Lagune nur drei bis vier Meter schaffen. „Wir haben jedoch das Glück, dass der Grundwasserzustrom in der Lagune enorm ist, sodass sich das Wasser im Jahr zweieinhalb Mal austauscht“, so Conrad. Damit sei gewährleistet, dass der See nicht versumpft. Allerdings wäre der Eisenanteil hoch, sodass sich rötliche Ablagerungen bilden und das Schilf wachsen ließe.In diesem Zusammenhang warfen Bürger die Frage auf, was Kahnsdorf erwartet, wenn das Gebiet um den Hainer See in etwa sieben Jahren erschlossen ist. „Der See ist privat. Er wird aber immer zugänglich bleiben“, erklärte Conrad. Das sei unter anderem durch den Rundweg gewährleistet. Auch würde die Lagune von den insgesamt 15 Kilometern nur auf einem Kilometer bebaut. Zwischen den bebauten Flächen soll es öffentliche Bootsstege geben. „Derzeit bestehen acht Liegeplätze für Boote“, sagte der Geschäftsführer der Blauwasser Seemangement GmbH. Weitere zwölf sollen in diesem Jahr noch entstehen. Der See würde etwa 200 verkraften, blickte er in die Zukunft. Dabei ergänzte er, dass sich die Lagune Kahnsdorf von anderen Seen abheben würde. Hier entsteht nicht wie am Cospudener See eine künstliche Marina. „Es wird keinen großen Hafen geben“, so Conrad. Vielmehr ist er davon überzeugt, dass die vielen kleinen Bootsstege für einen Naturhafen sorgen und das idyllische Ambiente ausmachen werden. Ein öffentlicher Badestand wird ebenso nicht fehlen. Angedacht sind auch Parkplätze. Dafür will die LMBV sorgen. Vor dem Rittergutspark werde es ebenso ein 50 Meter langes Stück am See geben, dass die LMVB als eine Art Pillnitz-Anleger gestalten will. Der Park wird auch weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich bleiben. Festlichkeiten wie das Feuerwehrfest und die Kahnsdorfer Festspiele sollen feste Bestandteile am Hainer See bleiben.Conrad versuchte die Bedenken auszuräumem, dass es künftig lauter in Kahnsdorf zu gehen werden: „Eine Zufahrt vom Süden und vom Norden ist angedacht, sodass der Verkehr durch den Ort Kahnsdorf nicht zunehmen wird.“ Bürgermeister Henry Graichen erklärte, dass die Erschließungsstraße bereits geplant sei und auch die erforderlichen Mittel von der Gemeinde im Haushalt verankert wären. Allerdings fehle noch der Fördermittelbescheid. Damit rechne er im zweiten Quartal. Gegenwärtig sei die Gemeinde auch dabei, das Südufer des Kahnsdorfer Sees zu überplanen. Die 20 Hektar hatte die Gemeinde 2006 erworben, um weitere Anreize für Bürger aus anderen Regionen zu schaffen, ihre Zelte in Neukieritzsch aufzuschlagen. Das sei wiederum ein Garant dafür, dass die Einwohnerzahlen stabil und die Kindereinrichtungen eine Perspektive haben. 

Cornelia Braun

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