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Borna Kampf den Wildschweinen: Forstarbeiter kürzen Bäume am Speicher Lobstädt
Region Borna Kampf den Wildschweinen: Forstarbeiter kürzen Bäume am Speicher Lobstädt
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00:21 13.11.2017
Forstarbeiten am Speicher Lobstädt dienen der Verkehrssicherung und sollen Wildschweine vertreiben. Quelle: Werner Winkler
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Neukieritzsch/Lobstädt

Am Speicherbecken Lobstädt wird jetzt doch den Wildschweinen zu Leibe gerückt. Nach Hilferufen von Anwohnern der Bergisdorfer Straße, weil die Schwarzkittel bis dicht an die Grundstücke und in mindestens einem Fall sogar auf ein Grundstück kamen, haben sich die Gemeinde Neukieritzsch, die zuständigen Jäger, die Landestalsperrenverwaltung (LTV) und der Landkreis auf einige Maßnahmen verständigt. Die LTV trägt den Löwenanteil der Arbeiten, weil die für das Speicherbecken und die Uferbereiche verantwortlich ist.

Aktuell sind Mitarbeiter eines Forstunternehmens dabei, marode Pappeln zu fällen und gesunde Bäume zu verschneiden. Diese Arbeiten gehören zur Verkehrssicherung, wie sie von der LTV jedes Jahr vorgenommen werde, sagt Henriette Salewski von der Talsperrenbehörde. Wegen der Hinweise aus der Bevölkerung sei in diesem Jahr mehr gemacht worden. Im Bereich des Friedhofes ließ die LTV wilde Brombeerbüsche komplett herunterschneiden. Auf diese Weise sei den Wildschweinen die „Jungstube“ genommen worden, wie Neukieritzschs Bauamtsleiter René Hertzsch sagt, der selbst Jäger ist.

Ins Auge gefasst wurde auch der Bereich einer ehemaligen Deponie, für die das Landratsamt den Hut aufhat. Dort habe man laut Hertzsch darüber gesprochen, den Bewuchs eventuell durch eine Beweidung zu reduzieren.

Zuvor war in einigen Bereichen auch schon versucht worden, die Wildschweine mit Duftstoffen zurückzuhalten, die am Waldrand in kleinen Säckchen aufgehangen wurden. Der Erfolg war allerdings mäßig, sagen Anlieger. Auch jetzt sind die Wildschweine nicht ganz verschwunden, hinterlassen gelegentlich immer noch ihre nächtlichen Spuren. Man merke aber, dass die Tiere durch die Arbeiten gestört werden, berichtet Bewohner Werner Winkler.

Seitens der LTV wies Henriette Salewski darauf hin, dass nur die Verkehrssicherung rund um das Speicherbecken regelmäßig vorgenommen werde. Das Abfräsen von Unterholz werde man dagegen voraussichtlich nicht jedes Jahr vornehmen. Die LTV-Mitarbeiterin wies im Zusammenhang mit der Wildschweinplage auch darauf hin, dass die Tiere offenbar auch „unbwewusst“ angefüttert würden. Bei den Arbeiten im Wald habe man nämlich an verschiedenen Stellen Gartenabfälle aller Art gefunden.

Von André Neumann

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