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Kaninchenzüchter zeigen in Groitzsch Klasse statt Masse

Züchter Kaninchenzüchter zeigen in Groitzsch Klasse statt Masse

Klasse statt Masse – auf diesen kurzen Nenner lässt sich die am Sonnabend im Vereinshaus des Rassekaninchenzüchtervereins S 192 Groitzsch über die Bühne gegangene 27. Gemeinschaftsausstellung bringen. Zwar wurden nur reichlich 300 Tiere gezeigt, dafür bot die Schau mit 47 verschiedenen Rassen eine große Vielfalt.

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Groß trifft klein: Frank Böhme (l.) und sein Bruder Maik zeigen mit einem Farbenzwerg und einem Deutschen Widder die Rassevielfalt in der Kaninchenzucht.

Quelle: Foto: Roger Dietze

Groitzsch. Klasse statt Masse – auf diesen kurzen Nenner lässt sich die am vergangenen Sonnabend im Vereinshaus des Rassekaninchenzüchtervereins S 192 Groitzsch über die Bühne gegangene 27. Gemeinschaftsausstellung bringen. „Die Meldezahl von 319 hätte zwar etwas höher sein können, dafür bot die Schau aber mit 47 verschiedenen Rassen eine große Rassevielfalt, und zudem war die Qualität mit 17 mit dem Höchstprädikat ‚vorzüglich’ prämierten Tieren sehr hoch“, sagte Zuchtwart und Ausstellungsleiter Frank Böhme.

„Im Allgemeinen sind die Tierzahlen bei den kleineren Schauen seit Jahren rückläufig, wohingegen sie sich bei den Großschauen etwa auf Landes- und Bundesebene noch auf einem vergleichsweise stabilen Niveau bewegen“, weiß der 53-Jährige. Was Frank Böhme mit „rückläufig“ meint, lässt sich an den Meldezahlen der Groitzscher Gemeinschaftsausstellung ablesen. „In unseren Hochzeiten hatten wir bis zu 600 Meldungen, fast die doppelte Zahl“, so der Zuchtwart, der auch bei der diesjährigen Gemeinschaftsausstellung drei Sonderpreise für Zuchtgruppen zu vergeben hatte.

Gleich zwei Mal räumte dabei sein Vereinsfreund und Züchterkollege Uwe Rudolph ab, der sich mit einem Quartett Zwergwidder wildfarben den Kreisverbands-Ehrenpreis und mit einer weiteren Vierer-Zuchtgruppe der gleichen Rasse obendrein den Erhard Heilmann-Gedächtnispreis sichern konnte. Einzubrechen in die Groitzscher Pokal-Phalanx vermochte nur Hans-Jürgen Schmidt von den Bornaer Rassekaninchenzüchtern, der für seine Zuchtbemühungen des vergangenen Jahres mit dem Bürgermeister-Ehrenpreis belohnt wurde.

Insgesamt hatten sich Züchterinnen und Züchter aus 24 Vereinen aus Groitzsch, der Schnauder- und Pleiße-Region, dem Altenburger Land und sogar aus dem angrenzenden sachsen-anhaltinischen Raum an der Groitzscher Gemeinschaftsausstellung beteiligt. Der Widderclub Leipzig und der messestädtische Kleinsilberclub trugen darüber hinaus in Groitzsch jeweils eine Art eigene Vereinsmeisterschaft aus.

In der inoffiziellen Groitzscher Vereinsmeisterschaft ging am vergangenen Wochenende S 192-Züchterin Stefanie Schirmer mit ihren Kleinsilber gelb-Kaninchen leer aus. Dies vor dem Hintergrund von Schirmers jugendlichen 28 Jahren auf mangelnde Erfahrung zurückzuführen, trifft die Sache indes nicht im Kern. „Ich komme aus einer Züchterfamilie, in der bereits Vater und Großvater Kaninchen gezüchtet haben, ich selbst züchte bereits seit meinem achten Lebensjahr, aber das Züchterglück war mir im vergangen Jahr nicht sonderlich hold“, so die Endzwanzigerin. Sie gehört der gleichen Züchtergeneration wie Frank Böhmes Sohn Max an, der sich den Rhön- und Zwergkaninchen-Löwenkopf züchterisch widmet.

Der Eindruck indes, dass der Groitzscher Verein ein verhältnismäßig junger Rassekaninchenzüchterverein ist, täuscht laut dem Zuchtwart. „Das Gegenteil ist eher der Fall, unser derzeit 29 Mitglieder umfassender Verein gehört gemessen am Altersdurchschnitt eher zu den älteren Vereinen in der Region Borna-Geithain“, so Böhme, der mit seinen Vereinskollegen am dritten Oktoberwochenende in die Gastgeberrolle für die 2. Rassenbezogene Europaschau für Rhönkaninchen und Schwarzgrannen schlüpft.

Von Roger Dietze

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