Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Karneval: Groitzsch und Pegau vor dem Start
Region Borna Karneval: Groitzsch und Pegau vor dem Start
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:00 18.09.2018
Es wird wieder karnevalsbunt in der Elsterregion – hier eine Aufnahme vom diesjährigen Faschingsumzug in Pegau. Quelle: Thomas Kube
Groitzsch/Pegau

Die Freibäder haben geschlossen, die Tage werden langsam wieder kürzer und allmählich zieht der Herbst ein. Für alle Karnevalsfreunde in Groitzsch und Pegau bedeutet das: Es geht mit Riesenschritten auf die neue Saison zu.

Hendrik Fleischer(Mitte).  Quelle: Dirk Hoffmann

Was bereits hinter den Kulissen passiert, verrieten die Präsidenten Heiko Günther vom Pegauer Karneval-Klub (PKK), Uwe Bartsch vom Karnevals Club Kitzen (KCK), Hendrik Fleischer vom Groitzscher Carneval Club (GCC) sowie Frank Neumann vom Carnevalsverein „Schnaudertaler Burgnarren“ in Groitzsch (CSB) im großen LVZ-Sommerinterview.

Die neue Saison ist zum Greifen nahe: Wie laufen die Vorbereitungen?

Heiko Günther (PKK): Unsere Tanzgruppen trainieren ganzjährig und studieren neue Tänze und Choreografien ein. Die Marketinggruppe kümmert sich um das neue Design der Plakate und Flyer. Natürlich ist auch die Dekogruppe fleißig an der Planung zur Gestaltung des Bühnenbildes und des Volkshauses. Unser Vorstand hat sich lediglich in der Ferienzeit eine kleine Auszeit gegönnt und ist vor kurzem wieder in die wöchentlichen Sitzungen gestartet. Bei uns steht keine Gruppe wirklich still.

Heiko Günther Quelle: privat

Hendrik Fleischer (GCC): Die Vorbereitungen sind im vollen Gange. Ob Tanzmäuse, Sternchen, Garde, Männerballett, die Unsichtbaren oder die Rotkäppchen – alle Gruppen treffen sich regelmäßig, trainieren oder tüfteln an neuen Choreographien, Kostümen, Texten oder ihrer speziellen Bühnendekoration.

Frank Neumann (CSB): Alle Gruppen stecken in der Endphase ihrer Vorbereitungen für die große Veranstaltung am 17. November. Parallel dazu werden bereits die neuen Programmpunkte für die Februarveranstaltungen geprobt, sodass wir unserem Publikum auch wieder neue Highlights bieten können.

Uwe Bartsch (KCK): Wir sind schon im Mai in die Vorbereitungen eingestiegen. Es läuft alles gut.

Uwe Bartsch Quelle: privat

Unter welchem Motto startet bei Ihnen die fünfte Jahreszeit?

Hendrik Fleischer: Der Groitzscher Carnevalclub feiert seine 54. Saison unter dem Motto „Flower Power weit und breit, der GCC zur Hippiezeit“.

Uwe Bartsch: Unser Motto in der Vorsaison lautet: „Machs mit, machs nach, machs besser“, für die Hauptsaison steht es noch nicht fest.

Frank Neumann: Wie immer haben wir auch dieses Jahr kein Motto, da uns das zu sehr an ein Thema binden würde. Für uns ist es wichtig, auch ohne den berühmten roten Faden dem Publikum ein kurzweiliges Programm zu bieten.

Frank Neumann. Quelle: privat

Heiko Günther: Unsere fünfte Jahreszeit in Pegau startet unter dem Jubiläumsmotto „Hüttengaudi, Aprés-Ski - unsere 55. feiern wir wie nie!“. Wir lassen also die heißen Sommertage hinter uns und nehmen unser Publikum mit auf die Ski-Alm.

Stehen dieses Jahr Jubiläen ins Haus?

Heiko Günther: Der Pegauer Karneval-Klub feiert sein 55. Jubiläum.

Frank Neumann: Nachdem wir vergangenes Jahr eine sehr erfolgreiche Jubiläumssaison hatten, steht dieses Jahr kein Jubiläum an. Aber wir freuen uns jetzt schon auf unser 25-jähriges Bestehen.

Uwe Bartsch: Jubiläum haben wir keins, wir starten in die 53. Saison.

Servieren Sie uns bitte ein paar Appetithappen in Sachen Programm: Worauf darf sich das närrische Volk im Herbst und Winter freuen?

Heiko Günther: Auf einen interessanten Mix aus Tanz, Gesang und Bütt. Wir haben einige Highlights geplant, die wir natürlich nicht verraten möchten. Es wird Schautänze, Gardetänze, Tanzeinlagen unserer vielen Solisten, aber auch Gesang, gesprochenes Wort, eine humorvolle Moderation und viel Witz geben. Für unser Programm ist wie in jedem Jahr die Programmgruppe unter der Leitung von Heike Günther zuständig und diese plant schon seit Wochen den Ablauf.

Frank Neumann: Auch dieses Jahr werden wir wieder mit viel Leidenschaft und Liebe zum Detail unser Publikum mit einem Potpourri aus künstlerischen Darbietungen verzaubern. In der letzten Saison gingen wir neue Wege und drehten ein aufwendiges Videoprojekt, welches beim Publikum super ankam. Daher werden wir auch dieses Jahr wieder eine neue Videoshow über die Leinwand präsentieren.

Hendrik Fleischer: Unser Publikum darf sich auf ein kurzweiliges, bunt gemixtes Programm freuen. Mehr wird nicht verraten.

Wie weit ist die Wahl des Prinzenpaares gediehen?

Heiko Günther: Wir sind wieder in der glücklichen Lage, ein Prinzenpaar zu haben. Mehr darf ich aber hier nicht verraten. Einzig die Vizepräsidentin Mandy Wagner und ich kennen es. Der restliche Verein wird erst im Oktober zum traditionellen „Einküssen“ erfahren, wer die Tollitäten der Jubiläumssaison sind. Es bleibt spannend.

Frank Neumann: Unser neuer Burggraf steht schon mit seiner Herzdame in den Startlöchern. Sie designen bereits eifrig ihre Gewänder und feilen mit Feuereifer an ihrer Begrüßungsrede.

Hendrik Fleischer: Das neue Prinzenpaar steht auch bei uns schon fest. Allerdings werden wir das Geheimnis erst am 11. November auf dem Groitzscher Marktplatz lüften, wenn es das Zepter und die Krone vom amtierenden Prinzenpaar Hendrik I. und Kerstin I. überreicht bekommt.

Gibt es Neuerungen gegenüber dem Vorjahr?

Uwe Bartsch: Unsere neue Tanzgruppe, die Grashüpfer, bestreitet ihre zweite Saison. Das sind drei- bis sechsjährige Mädchen und Jungen und wir hoffen natürlich, dass einige von ihnen uns treu bleiben.

Heiko Günther: Neu ist, dass wir eine zusätzliche Veranstaltung, die Jubiläumsgala für Sponsoren, Vereine und Ehrenmitglieder, anbieten. Ansonsten bleibt alles beim Alten.

Hendrik Fleischer: Wir präsentieren eine neue Gruppe „Zauberhaft und Tanzbereit“. Man darf sich überraschen lassen.

Frank Neumann: Wir sind im November wieder zurück in unserer alten Spielstätte, dem ehemaligen Sportlerheim, jetzt „Maximilians“ in Groitzsch. Weiterhin freuen wir uns, dem Publikum eine neue Tanzgruppe präsentieren zu dürfen.

Wie viele Mitglieder hat der Verein derzeit und wie ist es um den Nachwuchs bestellt?

Hendrik Fleischer: Wir haben momentan 92 Mitglieder und jedes Jahr kommen neue tanzbegeisterte Kinder zu unseren Kleinsten hinzu, während die Größeren zu den Sternchen aufrücken. Auch unsere Prinzengarde bekommt Nachwuchs aus den eigenen Reihen. Das Ziel der Jüngeren ist es, irgendwann mal in die Prinzengarde zu kommen und die glitzernden Kostüme in den Vereinsfarben zu tragen.

Uwe Bartsch: In Kitzen kratzen wir knapp an der 100, sind momentan 98 Mitglieder.

Frank Neumann: Die Schnaudertaler Burgnarren zählen aktuell 70 Mitglieder und der Zulauf in den Kindergruppen, die ja letztlich die Zukunft des Vereins sichern, ist stark.

Heiko Günther: Unser Verein hat mehr als 200 Mitglieder. Mit 90 Kindern und Jugendlichen haben wir, was den Nachwuchs angeht, keine Sorgen. Unsere Mitglieder sind hauptsächlich auf der Bühne aktiv. Natürlich gibt es aber auch die vielen fleißigen Helfer, die hinter der Bühne wichtige Arbeiten für den Verein leisten.

Sie stehen alle selbst auf der Bühne: Welches Ritual haben Sie gegen Lampenfieber?

Frank Neumann: Gegen Lampenfieber haben wir kein Ritual. Man sollte sich auch nicht verrückt machen, da wir alle keine Profis sind. Kleine Fehler hat uns das Publikum bisher immer verziehen.

Heiko Günther: Auch nach vielen Jahren habe ich immer noch Lampenfieber. Es wäre auch schlimm, wenn das nicht so wäre, denn dann würde der Karneval keinen Spaß machen. Als Ritual trinke ich immer mit unserer Vizepräsidentin Mandy Wagner vor dem Einmarsch ein Glas Sekt und gemeinsam gehen wir noch mal die Ansagekarten durch. Das beruhigt ungemein.

Hendrik Fleischer: Von klein bis groß hat wahrscheinlich jeder von uns vor dem Auftritt ein wenig Lampenfieber. Aber jeder geht anders damit um. Meist hilft es, sich gegenseitig ein wenig abzulenken und auf sich beziehungsweise alle anderen zu vertrauen. Selbst wenn mal etwas schief geht: Wir sind alle keine Profis auf der Bühne, haben aber stets Spaß und das ist die Hauptsache.

Uwe Bartsch: Natürlich habe ich Lampenfieber, da bin ich überhaupt nicht cool. Aber wenn ich oben auf der Bühne stehe, ist alles wieder weg. Und manches mal sind ja kleine Versprecher oder Pannen das Salz in der Suppe.

Welche Termine im Herbst können sich die Karnevalsfreunde schon dick anstreichen?

Frank Neumann: Am 11.11. eröffnen wir gemeinsam mit dem GCC traditionell auf dem Groitzscher Marktplatz die Faschingssaison. Unsere Eröffnungsveranstaltung findet am 17. November im „Maximilians“ statt. Am 8. und 9. Februar 2019 feiern wir zweimal hintereinander Kostümfasching.

Heiko Günther: Wir starten mit dem Tanztag am 3. November, zu dem wir zahlreiche Vereine eingeladen haben. Am 10. November feiern wir die Karneval-Opening-Party 2.0 mit dem DJ-Team vom Jugendfasching „Umpa Lumpa“. Da der 11.11. in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, wollen wir gemeinsam in die neue Saison reinfeiern. Es soll eine mächtige Sause werden. Am 11.11. eröffnen wir die 55. Jubiläumssaison auf dem Marktplatz. Am 17. November findet die Abendveranstaltung statt und am 1. Dezember unsere 55. Jubiläumsgala mit dem gleichen Programm im Volkshaus.

Uwe Bartsch: In der Vorsaison machen wir nur eine einzige Veranstaltung: am 17. November im Gasthof Werben. Der Kartenvorverkauf beginnt aber erst im Oktober.

Hendrik Fleischer: Die Vorsaison beginnt mit der feierlichen Eröffnung am 11.11. auf dem Marktplatz. Außerdem sind zwei Abendveranstaltungen im Gasthof Großpriesligk geplant: am 17. und 24. November.

Von Kathrin Haase

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Vater eines behinderten jungen Mannes engagiert sich Jahre später noch immer für dessen Schule. Jetzt schenkte er der Robinienhofschule einen selbst gebastelten Baum voller guter Wünsche.

18.09.2018

Auf Hochglanz gewienert, haben sich in Pegau Zwei- und Vierräder älterer Baujahre präsentiert. Beim 15. Oldtimertreffen lockten rund 300 Fahrzeuge wohl an die 2000 Besucher auf den Kirchplatz.

17.09.2018

Die Stadt Borna hat jetzt den Staffelstab für die Ausrichtung des Landeserntedankfestes übernommen. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits.

17.09.2018