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Borna Karnevalisten packen im Tierheim Oellschütz an
Region Borna Karnevalisten packen im Tierheim Oellschütz an
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00:17 05.10.2017
Auch die Kinder der Karnevalisten haben beherzt angepackt – hier pflanzen sie fleißig Koniferen. Quelle: Foto: René Beuckert
Oellschütz/Groitzsch

Die Schnaudertaler Karnevalisten traten am Samstag im Oellschützer Tierheim bereits vor dem eigentlichen Karnevalsauftakt in Aktion. Für den Auftritt brauchten sie kein Karnevalskostüm und auch die kessen Sprüche, wie sonst zum gewohnten närrischen Treiben, blieben aus. Vielmehr unterstützten sie das Oellschützer Tierheim mit Tatkraft und Aktion.

Tierheimleiter Hans Jörg Hellriegel meinte, dass er sich freue, für die noch anstehenden Vorhaben Helfer gefunden zu haben. „Neben unserer eigentlichen Tätigkeit, nämlich dem Umgang mit den Tieren, gehören auch Werterhaltungsmaßnahmen und Neugestaltungen mit dazu. Die kommen aus Zeitmangel oft zu kurz, da die Tiere an erster Stelle stehen“, betont Hans Jörg Hellriegel.

Für Frank Neumann vom Karnevalsverein „Schnaudertaler Burgnarren“ sind solche Einsätze mittlerweile etwas Selbstverständliches. Vor etwa 15 Jahren habe der einstige Vereinschef durch die Einnahmen aus Benefizveranstaltungen, die sie mit anderen Karnevalsvereinen organisierten, Spendenaktionen für soziale Zwecke aus der Taufe gehoben. Zwar sei es viele Jahre gut gelaufen, doch in der zurückliegenden Zeit habe das Zusammenspiel mit den anderen Vereinen nicht mehr so recht geklappt. „Unsere Vereinsmitglieder wollten weiterhin soziales Engagement zeigen und haben sich deshalb Gedanken gemacht wie sie dies in die Tat umsetzen können. Durch Eigeninitiative haben wir eine Möglichkeit gefunden, uns weiterhin mit einzubringen. Im vergangenen Jahr beteiligten wir uns mit einer Aktion im Hort und dieses Jahr sind wir hier im Tierheim vertreten“, hebt Frank Neumann hervor.

Und tatsächlich herrschte im Freigelände emsiges Treiben. Selbst die Kinder der Karnevalisten brachten sich mit ein, indem sie kleine Löcher für die zu pflanzenden Koniferen gruben, die anschließend sogar noch gewässert wurden. „Für die Kinder sind solche Aktionen eine schöne Gelegenheit, Gemeinschaft mit der Familie und den Vereinsmitgliedern zu erleben“, sagt Frank Neumann.

Mit Hammer und Nägeln zimmerten die Männer hölzerne Spielhäuser für die Hunde auf dem Freigelände und die Kinder und Frauen pflanzten Koniferen. Außerdem wurde an anderer Stelle noch der Zaun repariert.

Steffen Troschke ist einer von den Männern die am Aufbau des Spielhauses mitwirken. „Unser Verein startet einmal jährlich solche Aktionen, an denen wir uns gern beteiligen.“ Weiter sagt Steffen Troschke, das Tierheim sei ihm nicht fremd, zumal er hier einen Hund erworben habe, der ihn viel Freude bereitet.

Von René Beuckert

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