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Katastrophe mit besonderer Dimension

Katastrophe mit besonderer Dimension

Hainichen. Die Betroffenheit über die fürchterlichen Geschehnisse im fernen Japan, sie ist allgegenwärtig. Noch um einiges größer ist sie in diesen Tagen jedoch in der Hauptstraße 24b im Kitzscheraner Ortsteil Hainichen.

. Denn hier betreibt Lutz Bohlmann gemeinsam mit seiner Frau seit einigen Jahren eine Koi-Aufzucht.

Schon beim Blick in den Garten der Bohlmanns bekommen Besucher einen kleinen Einblick in die Verbundenheit des Ehepaares mit der Insel im Pazifik und deren Kultur. Eine Verbundenheit, die ihre Ursprünge in den Geschäftskontakten von Lutz Bohlmann hat, der in der Regel zweimal im Jahr nach Japan fliegt, um neue Bestellungen vor Ort aufzugeben. Eine Reise, die in diesem Frühjahr aufgrund des Erdbebens ausfallen musste.

„Wir machen uns große Sorgen um jene Menschen aus der Region des havarierten Kernkraftwerkes Fukushima, mit denen wir regelmäßig Kontakt haben", so der Hainichener Koi-Spezialist, der den Koi-Züchtern an der japanischen Westküste geschäftlich direkt helfen konnte. „Da der Strom auch an der vom Erdbeben nicht unmittelbar betroffenen Westküste oft ausgefallen ist, hatten die Züchter ein großes Interesse daran, ihren Besatz so umfänglich wie möglich loszuwerden, sodass auch wir eine größere Menge Fische abgenommen haben als in normalen Jahren." Die Befürchtung von Koi-Liebhabern wegen möglicher Strahlenschäden der Tiere sei derweil völlig unbegründet. „Abgesehen davon, dass die Koi-Zuchtregion an der Westküste des vorherrschenden West-Ost-Windes wegen bislang keiner Strahlenbelastung ausgesetzt war, werden alle Lieferungen am Flughafen Frankfurt vor der weiteren Auslieferung untersucht", informiert Bohlmann. Auch die jedes Jahr im April in der Niigataregion stattfindende weltgrößte Koi-Ausstellung sei in diesem Jahr abgesagt worden. „Wir wissen, aufgrund der im Rahmen unserer Besuche gesammelten Erfahrungen, wie tapfer die Japaner mit Erdbeben umgehen, sind uns jedoch auch bewusst, dass diese Katastrophe eine besondere Dimension hat", so Lutz Bohlmann. Er lädt am Sonnabend zum Saisonstart zu einem Tag der offenen Tür ein. „Wir hoffen, dass wir im Herbst wieder nach Japan fliegen können", so der Koi-Fachmann.

Roger Dietze

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