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Borna Katastrophenschutz ohne Wehrpflichtige
Region Borna Katastrophenschutz ohne Wehrpflichtige
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21:34 03.04.2011
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. Im Mai üben die Katastrophenschützer, zu denen im Wesentlichen etwa 300 Leute im Landkreis Leipzig gehören, in Röcknitz nördlich von Wurzen, wie sie sich bei der Explosion eines Sprengstofflagers zu verhalten haben. Andere Szenarien sind Zugunglücke oder Unfälle von Gefahrguttransportern auf der Autobahn.

Und natürlich gibt es ganz reale Praxistests, etwa die Einsätze bei den letzten beiden Hochwassern im August beziehungsweise im Januar oder bei den Fällen von Vogelgrippe seinerzeit in Mutzschen, sagt Kirstenpfad. Fälle, in denen die Katastrophenschützer, die im Bedarfsfall auch vom Technischen Hilfswerk in Borna oder Grimma unterstützt werden, bisher gut gerüstet waren.

Ob das auch in Zukunft so bleibt, ist für den Ordnungsamtschef zumindest mit Fragezeichen behaftet. Zum einen, weil sich mit dem Wegfall der Wehrpflicht im Falle eines Falles nicht mehr so leicht wie bisher auf die Bundeswehr zurückgreifen lässt. Dabei waren es gerade Soldaten, die etwa beim Jahrhunderthochwasser vor neun Jahren unverzichtbare Dienste geleistet haben. Kirstenpfad: „In bestimmten Fällen brauchen wir einfach viele Menschen", zum Bau von Staudämmen ebenso wie zum Einsammeln Vogelgrippe-infizierter Hühner. Dafür sollen künftig Reservisten herangezogen werden.

Die Abschaffung der Wehrpflicht dürfte aber noch eine weitere Folge für den Katastrophenschutz haben, speziell für die Freiwilligen Feuerwehren, die so etwas wie das Rückgrat des Katastrophenschutzes auch im Landkreis Leipzig sind. Bisher profitierten die Brandschützer auch von den Verpflichtungen junger Männer, die den potenziellen Dienst an der Waffe mit dem Dienst bei der Feuerwehr umgehen wollten. Damit, so Kirstenpfad, dürfte es nunmehr ein Ende haben.

 

Nikos Natsidis

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