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Borna Katharina Landgraf will es noch einmal wissen
Region Borna Katharina Landgraf will es noch einmal wissen
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00:21 03.09.2017
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf tritt noch einmal an.
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Grossstorkwitz

Sie ist die Titelverteidigerin. Und sie will es noch einmal wissen. Sollte Katharina Landgraf (CDU) nach der Bundestagswahl am 24. September erneut als Direktkandidatin im Landkreis Leipzig in den Bundestag einziehen, säße sie am Ende der nächsten Legislaturperiode so lange im Bundestag wie Helmut Kohl einst Bundeskanzler war. Freunde und Parteifreunde waren es, die ihr am Ende noch einmal zu erneuten Kandidatur geraten haben.

Dabei hat sich die studierte Ingenieurin für Wasserwirtschaft in den letzten Jahren bisweilen durchaus geärgert im Bundestag. Konkret über bestimmte Vorgehensweisen. Etwa bei der überraschenden Grenzöffnung für Asylbewerber vor zwei Jahren. „Da hätte es in jedem Fall eine Sondersitzung des Bundestages geben müssen.“ Dabei, betont die Frau, die ihre politische Laufbahn als Abgeordnete in der letzten DDR-Volkskammer begann und die später im sächsischen Landtag saß, „war die Entscheidung der Kanzlerin menschlich nachvollziehbar“.

Überhaupt zieht Landgraf, im beschaulichen Pegauer Ortsteil Großstorkwitz zu Hause und schon immer im besten Sinne ein Landmensch, eine weitgehend positive Bilanz der letzten vier Jahre. „Wir haben gute Bedingungen für die Wirtschaft geschaffen.“ Für Familien gebe es mehr Geld, wozu auch gehöre, dass der Bund Teile der Betriebskosten für Kindertagesstätten übernimmt. Um junge Familien zu stärken, müssten mehr Wohnungen gebaut werden.

Dass Landgraf, im Bundestag Mitglied der Ausschüsse für Familien, Senioren, Frauen und Jugend sowie Ernährung und Landwirtschaft, die aktuelle Regierungspolitik mitträgt, versteht sich. Allerdings nicht immer und dann zeigt sie auch Flagge. So geschehen bei der Abstimmung über das Betreuungsgeld oder auch die Einführung des Mindestlohns. Dessen Einhaltung in der beschlossenen Variante sei zumindest in der Landwirtschaft pro-
blematisch. Und zur Landwirtschaft hat Landgraf, die seit ihrer Kindheit auf einem Bauernhof zu Hause ist, Pferde und Enten hält, sowie nie Kunstdünger eingesetzt hat, eine intensive Beziehung. Schon seit der Zeit, als sie noch Mitarbeiterin in der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) Wiederau-Zwenkau war. Deshalb bringen sie Vorwürfe der Grünen, die in Massentierhaltung Quälerei sehen, in Rage.

Was die neue Legislaturperiode anbelangt, so kommen Landgraf zufolge für die CDU nur zwei Koalitionspartner in Frage – die SPD oder die FDP. Wichtig sei es aber, dass der Koalitionsvertrag ordentlich verhandelt wird.

Von Nikos Natsidis

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