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Borna Kaum Interesse an Carsharing
Region Borna Kaum Interesse an Carsharing
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18:42 01.03.2018
Autos in Massen auch in Borna, hier in der Sachsenallee: Das Interesse am eigenen Fahrzeug ist bei den meisten Menschen ungebrochen. Quelle: Thomas Kube

Noch als Studentin hatte sie Bornaer zu ihrem Verhalten in Sache Mobilität befragt. Heraus kam, dass im Prinzip keiner der Befragten Interesse daran hat, auf den eigene PKW zu verzichten. Dennoch zeigt sich die 24-Jährige, die aus Borna stammt und in Markkleeberg wohnt, zuversichtlich, dass es in der Perspektive auch für Carsharing einen Markt in Borna gibt.

Ursprünglich hatte die junge Frau 100 Leute in Borna befragen wollen. Sie stellte ihren Frage schließlich sogar 360 Leuten, von denen allerdings nur 28 mit Antworten reagierten. "Deshalb habe ich mich auch anderweitig informiert", sagt Diana Bergmann. So habe sie die Stadtverwaltung und das Landratsamt zum Thema ihrer Masterarbeit konsultiert. Von den 28 Befragten besaß jeder ein eigenes Auto, "weshalb sich für die Leute keine Notwendigkeit ergab, über die Idee des Carsharings nachzudenken". Mit dem Besitz eines eigenen PKW stehe die Wahl des Verkehrsmittels im Prinzip fest. Es gehe aber darum, Alternativen anzubieten. In Borna seien die Wege sehr kurz, so dass Kindertagesstätten ebenso wie Geschäfte und Supermärkte auch gut ohne Auto erreichbar seien. "Es ist nicht immer nötig, einen eigenen PKW zu nutzen."

Um Carsharing, die organisierte gemeinschaftliche Nutzung eines oder mehrerer Autos, in der Stadt zu etablieren, seien Behörden wie das Landratsamt und die Stadtverwaltung gefordert. Dort könnten Fahrzeuge in Form von Carsharing genutzt werden, wobei eine Kombination von dienstlicher und privater Nutzung sinnvoll wäre, so Diana Bergmann. Hier gehe es auch um eine gewisse Vorbildwirkung.

Dass Carsharing nicht nur in einer Großstadt wie Leipzig, wo es auch die entsprechenden Milieus gebe, funktioniert, mache das Beispiel Markkleeberg deutlich. Auch dort gebe es trotz einer hohen Fahrzeugdichte mittlerweile Nutzer von Carsharing. Es sei deshalb durchaus möglich, Carsharing erfolgreich als Alternative zum ausschließlich privat genutzten eigenen Auto anzubieten.

Die Befragung hat Diana Bergmann aber in jedem Fall geholfen. Sie hat ihre Masterarbeit mit Erfolg verteidigt und darf sich seither Master of Science nennen. Mittlerweile arbeitet die junge Frau in einem Büro für Landschaftsplanung in Markkleeberg.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.09.2014
Nikos Natsidis

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