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Kaviar-Produktion beginnt Ende Mai

Kaviar-Produktion beginnt Ende Mai


Espenhain. Zum Tag der offenen Tür am 1. Mai können sich Besucher der Wermsdorfer Fisch GmbH den Anbau ansehen.

. Das Unternehmen nahm zwei Millionen Euro in die Hand, um sich am Hauptsitz im Espenhainer Gewerbegebiet zu erweitern. Dadurch wurden die Voraussetzungen geschaffen, um Stör zu Filet zu verarbeiten und mit der Kaviar-Produktion zu beginnen. Landrat Gerhard Gey (CDU) nutzte vorgestern die Gelegenheit, um mit dem Inhaber ins Gespräch zu kommen.

„Seit Mai 2010 liefen die Bauarbeiten und gleichzeitig die Fischverarbeitung weiter", erklärte Georg Stähler, der Inhaber der Teichwirtschaft Wermsdorf/Torgau. Unter Regie der RMS Bau GmbH aus Grimma wurden unter anderem das Schlachthaus modernisiert, die alten Kühlzellen erweitert und neue eingebaut sowie neue Räucheröfen errichtet. Gegenwärtig laufen noch die Vorbereitungen für die Kaviar-Produktion, die Ende Mai anlaufen soll. Drei bis vier Tonnen sollen dann jährlich in Espenhain produziert werden.

„Zu DDR-Zeiten war ich hier bereits vor Ort", erzählte Landrat Gey. Er habe an Versuchen mit Karpfen mitgewirkt. Deshalb interessierte ihn, was aus den Hälterbecken geworden ist. In einem schwimmen jetzt etwa 300 Störe.

„Wir waren an unsere Kapazitätsgrenzen gekommen", verdeutlichte Betriebsleiter René Pistor. „Wir haben aber mit der Investition gezögert, weil wir das Abwasser zur Kläranlage abführen sollten und nicht versickern durften", so Stähler. Mittlerweile habe der Abwasserzweckverband Espenhain das Versickern gestattet. „Deshalb entschlossen wir uns, am Standort Espenhain zu bleiben. Für diesen Standort spricht vor allem die gute Anbindung zur Autobahn und dass es sich um ein Industriegebiet handelt", erklärte der Unternehmensinhaber.

Es sei höchste Eisenbahn für diese Investition gewesen, da die Preise für Fisch gestiegen wären. Damit die Räucherware und der Frischfisch für den Verbraucher noch bezahlbar bleiben, musste sich das Unternehmen auch Gedanken machen, um die Betriebskosten zu senken. Aus diesem Grund wurde die Fischverarbeitung am Standort Espenhain konzentriert. „Die Außenstelle in Thierbach dient nur noch der Fischproduktion", erläuterte Stähler. Um die Betriebskosten zu senken, sei unter anderem die Gasheizung auf Wärmepumpentechnik umgestellt worden. Auch würde die Abwärme von den Kühlaggregaten für die Bereitstellung von Warmwasser genutzt.

„Wir sind bestrebt, Fisch aus der näheren Umgebung zu kaufen", erklärte Pistor. Durch die Investition sei das Unternehmen in der Lage, afrikanischen Wels zu verarbeiten, der im nordsächsischen Jesewitz produziert wird. „Die Agrargenossenschaft bedient sich der Wärme aus der Biogasanlage", so Stähler.

Der Landrat konnte sich von dem milden, charakteristischen Eigengeschmack und der angenehm festen Konsistenz des Welses überzeugen. Auch erhielt er von Stähler eine Kostprobe des seit zwei Monaten in kleinen Mengen produzierten Kaviars. Stähler solle mit dem Tourismusverein Kontakt aufnehmen, regte Gey an. „Wir befinden uns im Neuseenland. Wo Seen sind, sind auch Fische. Es wäre überlegenswert, in den Erholungsgebieten Fisch anzubieten", so Gey. Er könne sich auch vorstellen, dass am Produktionsstandort in Espenhain Veranstaltungen stattfinden, in denen Fisch verkostet werden kann. Stähler hielt die Vorschläge für überlegenswert.

 

 

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Cornelia Braun

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