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Kein "Industriegebiet" für Schrott-Wetzel-Halle

Kein "Industriegebiet" für Schrott-Wetzel-Halle

Warum soll mit dem Bau einer neuen Lagerhalle von Schrott Wetzel aus dem Firmengelände ein eingeschränktes Industriegebiet werden? Für den Elstertrebnitzer Bürgermeister Klaus Sommer (CDU) sind die Planungen der Erweiterung nicht konform mit dem entsprechenden Gemeinderatsbeschluss.

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Das Gelände der Firma Schrott Wetzel und die angrenzenden Wohngebiete von oben: Die geplante Erweiterung der Firma sorgt für Unsicherheit und auch Protest im Dorf.

Quelle: Mathias Bierende

Elstertrebnitz. Daher forderte er zur Ratssitzung am Donnerstagabend, dass der Bebauungsplan überarbeitet werden muss. Die Planer sollen auf den bereits von der Gemeinde beschlossenen B-Plan zurückgreifen. Ob eine erneute Auslegung erforderlich ist, ist derzeit unklar.

Wie berichtet, plant Schrott Wetzel auf seinem Gelände den Bau einer Lagerhalle. Doch laut Sommer hätten die Planer nicht "beschlusskonform" gearbeitet. Obwohl der Gemeinderat den "vorhabenbezogenen Bebauungsplan Erweiterung Schrottplatz" bereits beschlossen hatte, arbeiteten laut seiner Aussage die Planer unter dem Begriff "eingeschränktes Industriegebiet". Sollte das Vorhaben tatsächlich als solches gelten, befürchten Anwohner deutliche Verschlechterungen. Sie rechnen damit, dass in einem eingeschränkten Industriegebiet höhere Belastungen bei Lärm und Staub erlaubt sind.

Sommer stellte jedoch am Donnerstag klar, dass die Planer auf den alten Gemeinderatsbeschluss angewiesen seien, das "eingeschränkte Industriegebiet" müsse von ihnen zurückgezogen werden. Für ihn ist nicht ersichtlich, warum es plötzlich zu einem solchen werden sollte, denn "das Vorhaben des Baus der Lagerhalle ist so geringfügig, dass es nicht zu einem Industriegebiet gemacht werden muss", betonte er. Ob jetzt allerdings der B-Plan erneut ausgelegt werden müsse, könne er noch nicht sagen. Dafür seien Gespräche mit dem Landkreis nötig.

Sommer kam in dem Zusammenhang auch auf die gegründete Bürgerinitiative zu sprechen, die in den vergangenen Wochen Flyer in der Gemeinde verteilt hatte. Auf diesen forderten die Mitglieder den Stopp des Vorhabens. Zwar betonte der Gemeindechef, dass jeder seine Meinung zu dem Vorhaben kundtun kann, "aber es muss sachlich zugehen".

Für David Zühlke von der Freien Wählergemeinschaft Elstertrebnitz steht fest, "dass alles, was auf dem Flyer steht, falsch ist". Er forderte die Gemeindeverwaltung auf, notfalls juristisch gegen die falschen Behauptungen vorzugehen. "Macht das Elstertrebnitz nicht, werde ich einen entsprechenden Antrag zur nächsten Sitzung einreichen", sagte er. Der Bürgermeister sieht indes keinen Handlungsbedarf, dagegen zu klagen. "Das heizt die Debatte nur unnötig an", begründete er.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.07.2013

Julia Tonne

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