Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Kein Mülleimer am Strand: Seebetreiber will nicht den Abfall der Badegäste entsorgen
Region Borna Kein Mülleimer am Strand: Seebetreiber will nicht den Abfall der Badegäste entsorgen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:00 21.08.2016
Sommerlicher Badespaß am Hainer See in Kahnsdorf. Toiletten und Mülleimer gibt es nicht. Quelle: Foto: René Beuckert (Archiv)
Anzeige
Neukieritzsch/Kahnsdorf

Wer den kleinen Strand nördlich der Kahnsdorfer Lagune am Hainer See für sich entdeckt hat, kommt gern wieder, um hier zu baden. Egal ob Einheimische oder Besucher von außerhalb. Besonders Einheimische bemängeln aber immer wieder ein Problem, das aus ihrer Sicht von Beginn an besteht: Es gibt hier keine Toilette und keine Mülleimer.

Schon mehrfach angesprochen hat das beispielsweise die Seniorengruppe Kahnsdorf/Großzössen der Volkssolidarität. In deren jährlich stattfindender Fragestunde mit dem Neukieritzscher Bürgermeister war das nicht nur bei Thomas Hellriegel (CDU) schon Thema sondern auch bei dessen Vorgänger Henry Graichen (CDU), erinnert sich Seniorengruppenchefin Gudrun Schirrmeister. Die schildert, welche Auswirkungen das Fehlen von Toiletten und Mülleimer am Strand hat: „Kinder gehen in die Büsche, Flaschen und anderer Müll liegen herum.“

Die Gemeinde habe immer wieder darauf verwiesen, dass der Strand dem privaten Seebetreiber Blauwasser gehöre, sagt Schirrmeister. Deswegen sei man nicht zuständig. Das bekräftigt Thomas Hellriegel auch auf LVZ-Anfrage. Und die Gemeinde, ergänzt er, könne dem privaten Betreiber auch nicht vorschreiben, was der auf seinem Grundstück zu machen hat. Lediglich eine Empfehlung mag der Bürgermeister formulieren: „Um die Attraktivität des Strandes aufrecht zu erhalten, wären eine Toilette und Mülleimer sicher hilfreich.“

Wobei es dem Strand am Ortsrand von Kahnsdorf an Anziehungskraft offenbar nicht mangelt. Auch aus Sicht von Blauwasser-Geschäftsführer Christian Conrad ist der sehr gut besucht. Beim Thema Mülleimer zeigt der sich aber machtlos: „Wir werden der Sache nicht Herr“, sagt Conrad, der die Gefahr sieht, dass etliche Leute ihren Müll zum Strand bringen würden, wenn dort Mülleimer oder gar Container aufgestellt würden. Eine Befürchtung, die Neukieritzschs Bürgermeister durchaus teilt. „Ich weiß nicht“, sagt Conrad außerdem, „warum ich, wenn ich einen Strand anbiete, für die Leute Windeln und Wegwerf-Grills auf meine Kosten entsorgen soll.“

Immerhin scheint beim Thema Toiletten langfristig eine Lösung in Sicht. Denn unmittelbar oberhalb des Strandes, an der Einmündung zur Lagunenstraße, wolle ein Paar aus Leipzig auf seinem bereits erworbenen Grundstück ein Café errichten. Darin, so sei es laut Conrad vorgesehen, würden dann gegen Entgelt die Toiletten auch den Strandbesuchern zur Verfügung stehen. Die Pläne seien schon bekannt, „wir rechnen jeden Moment damit, dass der Bauantrag eingereicht wird“, sagt Conrad. Wenn noch nicht im nächsten Jahr so doch zur Saison 2018 könnte dann in der Toilettenfrage Abhilfe geschafft werden.

Von André Neumann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Hoffnungsvoller Neubeginn für die Seniorensportspiele des Kreissportbundes in Grimma. Rund 150 Teilnehmer nutzten die Mitmach- und Kursangebote in der Muldentalhalle – dreimal so viele wie in der Vergangenheit im Sportpark Tresenwald. Die Altersgruppe 50plus wächst weiter unter den Mitgliedern der Sportvereine. Ihr Anteil liegt bei mehr als einem Drittel.

22.08.2016

Was mancher befürchtete, bestätigte sich – zumindest in den vergangenen Tagen: Seit das Finanzamt nicht mehr in Borna ansässig ist, sondern in Grimma, ist es schwerer, an die Behörde heranzukommen. Steuerbürger ärgern sich über Runden in der Warteschleife, die nicht mal zum Erfolg führen. Ab Montag aber, so der Vorsteher, werde es besser.

21.08.2016

Wolf-Rüdiger Liebau von Bornas ältestem Anglerverein hat Welse und Grünkarpfen auf dem Kieker. Sie reduzierten den Fischbestand und dürften künftig nicht mehr in den umliegenden Gewässern ausgesetzt werden, so der 74-jährige Angler und Vereins-Chef.

20.08.2016
Anzeige