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Borna Keine Eisfläche auf dem Breiten Teich
Region Borna Keine Eisfläche auf dem Breiten Teich
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15:11 19.05.2015
So sieht der Breite Teich gegenwärtig aus: Anders als sonst wird in diesem Winter kein Wasser in den Teich gelassen, weil der See bis zum Frühjahr entschlämmt werden soll. Quelle: Jens Paul Taubert

Das Gewässer soll im Rahmen der Umgestaltung des Teichareals im Februar/März entschlämmt werden. Teichpächter Udo Wolf begrüßt das ausdrücklich.

Mittlerweile sei eine Bodenprobe entnommen worden, heißt es aus der Stadtverwaltung weiter. Aus deren Prüfung ergebe sich, was mit dem Schlamm passiert. Damit das einfacher wird, soll der Boden des Breiten Teichs möglichst lange an der Luft bleiben, nachdem das Wasser vor einigen Wochen abgelassen und die Fische umgesetzt wurden. Durch den Sauerstoff werde ein biologischer Abbauprozess in Gang gesetzt, der zur natürlichen Verringerung des Materials führe. Bei dem Schlamm handle es sich vor allem um Laub, das von den Bäumen am Rand in den See fällt.

Der Breite Teich, dessen Tiefe nach Angaben von Teichpächter Wolf um eine halben Meter schwankt und der damit eins der flachsten Gewässer weit und breit ist, soll tiefer werden. Wie Stadtsprecher Robert Scheibe sagt, würden dann auch Voraussetzungen für einen Bootsbetrieb geschaffen, so wie es ihn vor vielen Jahrzehnten bereits gab. Nicht nur das Laub sei ein Problem. Durch das Schilf wachse der Teich immer mehr zu, "und wenn das noch ein Jahr länger geht, ist der Teich als solcher gar nicht mehr erkennbar".

Pächter Wolf, der im Teich in der warmen Jahreszeit Karpfen aufzieht, begrüßt die Entschlämmung. "Es ist immer gut, wenn Schlamm rauskommt." Schlamm sei organisches Material, "auf dem Feld wäre es Mutterboden und im Wald Humus". Wenn es davon zu viel gebe, zehre er Sauerstoff und das könne zu Fäulnisprozessen führen, die den Fischen im Sommer Probleme bereiten könnten.

Die geplante Entschlämmung des Breiten Teichs hat allerdings auch eine weitere Folge: Schlittschuhläufer kommen hier in diesem Jahr mangels Wassers, das zu einer Eisfläche werden könnte, selbst bei allerbestem Winterwetter garantiert nicht zum Zuge.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.11.2013
Nikos Natsidis

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