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Borna Keine Grundschule für Elstertrebnitz
Region Borna Keine Grundschule für Elstertrebnitz
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17:54 12.09.2018
Die Elster vor der Elstertrebnitzer Lernförderschule wird vorerst keine Rückkehr der Grundschule sehen. Quelle: Günther Hunger
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Elstertrebnitz

Die Grundschule kehrt vorläufig nicht nach Elstertrebnitz zurück. Das ist das Fazit eines Vor-Ort-Arbeitsgesprächs mit dem Landratsamt am Dienstag, teilt Bürgermeister David Zühlke (CDU) mit. „Wünsche lassen sich nicht immer umsetzen“, sagt er. „Es sind vertretbare Gründe, denen wir uns beugen müssen.“ Eine positive Entscheidung habe es zwar auch zum eigenen Hort nicht gegeben. Doch sei dazu ein neuer Termin für November vereinbart worden.

17 Elstertrebnitzer Schulanfänger in Pegau

In der Gemeinderatssitzung vor einer Woche betonte Zühlke noch einmal den Willen der Kommune, die Erst- bis Viertklässler wieder „daheim“ unterrichten zu lassen. Die Grundschule hatte im Jahr 2001 mangels Kindern schließen müssen. In diesem Jahr jedoch seien 17 Abc-Schützen nach Pegau, dem größeren Partner in der Verwaltungsgemeinschaft, geschickt worden, und der Kindergarten sei auch für die nächste Zeit voll.

Der Bürgermeister sprach von ersten Kontakten zum Ministerium in Dresden, hier wenigstens eine Zweigstelle der Pegauer Grundschule einzurichten. Das Landratsamt habe die Idee vorerst abgelehnt, weil in der Lernförderschule im Ort dafür kein Platz sei. „Den es aber geben müsste. Früher war doch die Grundschule dort mit drin gewesen“, so Zühlke.

„Traurig, dass Pegau eigene Planung angeschoben hat“

Zudem äußerte der Gemeindechef sein Unverständnis darüber, dass Pegaus Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) zuvor von den Bestrebungen nichts gewusst haben wollte, als er einen Grundschulanbau für die Elsterstadt in seiner Ratssitzung thematisiert hatte. Zühlke betonte, dass durchaus Gespräche und E-Mail-Verkehr geführt worden waren. „Es ist traurig, dass Pegau eine eigene Planung angeschoben hat.“ Inzwischen sprachen sich die beiden wohl aus.

Zumindest ist Rösel am Dienstag ebenso dabei gewesen wie Ines Lüpfert, Zweite Beigeordnete des Landrates, Vertreter aus dem Jugend- und dem Kultusamt sowie der Leiter der Förderschule. Die Gruppe hat die Elstertrebnitzer Bestrebungen zwar gut befunden, sagt David Zühlke. „Doch beim Rundgang durch die Lernförderschule haben wir gesehen, dass das nichts wird.“ Zum einen weil hier Kinder und Jugendliche von der 1. bis zur 9. Klasse betreut werden („Wir dachten, erst ab der 5.“), sodass die Anzahl größer ist, als erwartet. Andererseits gibt es im Gebäude zahlreiche Kabinette für die speziellen Anforderungen, was eine Umstrukturierung äußert schwierig mache. Und die bisher vorliegenden Geburtenzahlen rechtfertigen noch keine eigene Einrichtung.

Hoffnung auf neue Wohngebiete

„Da wird das erst mal nichts mit unserer Grundschule“, so der Gemeindechef. Es müsse die weitere Entwicklung abgewartet werden. „Wir, Pegau und Elstertrebnitz, wollen ja weitere Wohngebiete ausweisen. Da kann sich schon noch etwas tun.“ Vorerst werde die Nachbarstadt bei ihren Bemühungen um die Erweiterung des Schulhauses unterstützt.

Besser schätzt Zühlke die Chancen für einen Hort ein. „Der könnte Platz in der Förderschule finden, weil es geringere Raumanforderungen gibt.“ Auf jeden Fall müsse es ein abgeschlossener Bereich sein. Zunächst jedoch soll er erkunden, ob die Betreuung in Elstertrebnitz von den Eltern überhaupt in ausreichender Zahl gewünscht wird. „Wir werden den ganzen Kindergarten durchfragen.“ Aktuell sind 37 Elstertrebnitzer im Pegauer Hort.

Von Olaf Krenz

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