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Keine heiße Spur nach Doppelmord von Groitzsch: Polizei durchkämmt altes Agrargelände

Keine heiße Spur nach Doppelmord von Groitzsch: Polizei durchkämmt altes Agrargelände

Der Doppelmord von Groitzsch gibt den Ermittlern weiterhin Rätsel auf. 17 Bürgerhinweise sind bislang über das Infotelefon der Soko „Schrott“ eingegangen, eine heiße Spur nach dem Mörder von Patrick B.

Groitzsch. (19) und Denis H. (23) hat sich aber noch nicht herauskristallisiert. Am Dienstag suchten 44 Beamte der Polizeifachschule Leipzig das weiträumige Agrargelände in der Langendorfer Straße sowie einen benachbarten Schrotthandel nach der Tatwaffe ab. Bereits am Montag war ein Hubschrauber zur Spurensuche im Einsatz.

Tag 3 nach der schrecklichen Blutnacht von Groitzsch: Die groß angelegte Suche nach der Tatwaffe erweist sich als Nadel im Heuhaufen. Auf dem ehemaligen Landwirtschaftshof in der Langendorfer Straße drehten gestern Vormittag 44 Uniformierte der Polizeifachschule Leipzig sprichwörtlich jeden Grashalm um, inspizierten die leerstehenden Gebäude sowie den weitläufigen Hof. Ergebnislos. „Wir haben die Tatwaffe nicht gefunden“, bestätigte Polizeisprecher Michael Hille am Nachmittag unserer Zeitung. Parallel dazu nahmen die Beamten einen benachbarten Schrotthandel unter die Lupe und setzten im Wohnumfeld von Monika R. (66) im Neuen Weg, der Oma des Opfers Denis H., einen Spürhund ein. Hier habe der 23-Jährige in den letzten Wochen gewohnt, bestätigte Monika R. auf Anfrage unserer Zeitung und warb um Verständnis: „Wir haben gerade den Kopf voll, um darüber zu reden.“

Bereits am Montag kreiste ein Polizeihubschrauber zur Spurensuche und für Übersichtsaufnahmen über dem Gelände zwischen Groitzsch, Großpriesligk und Wischstauden, wo die beiden Toten am Sonnabendabend gefunden wurden. Trotz dieser umfangreichen Tatort- und Ermittlungsarbeit bleibt das Motiv für den Doppelmord an Patrick B. (19) und Denis H. (23) nach wie vor im Dunkeln. „Wir wissen nicht, ob sich die jungen Männer häufiger dort draußen trafen oder ob sie zufällig dort waren“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft in Leipzig, Ricardo Schulz. Ob sie enge Freunde waren oder bloß lose Bekannte, müsse ebenfalls ermittelt werden. „Dass sie sich kannten, ist in einer Kleinstadt wie Groitzsch nicht verwunderlich.“

Wie berichtet waren die jungen Männer am Sonnabend mit mehreren Schüssen regelrecht hingerichtet worden. Der Ältere von beiden wurde schwer verletzt am Bahndamm in der Bahnhofstraße gefunden. In der Helios-Klinik Borna erlag er noch in der Nacht seinen schweren Verletzungen. Knapp einen Kilometer entfernt, in einer ehemaligen Landwirtschaftshalle in der Langendorfer Straße, entdeckten die Beamten den zweiten jungen Mann. Patrick B. war zu diesem Zeitpunkt bereits tot.

Über das kostenlose Infotelefon der Soko „Schrott“ sind mittlerweile 17 Bürgerhinweise eingangen. Einzelheiten wollte die Polizei nicht bekanntgeben. Medienberichte, wonach zwei junge Männer aus der rechten Szene verhört worden seien, wollte der Oberstaatsanwalt nicht kommentieren. Die 70-köpfige Sonderkommission „Schrott“ ist weiterhin unter der kostenlosen Rufnummer (0800) 664 76 53 zu erreichen.

Kathrin Haase

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