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Borna Kesselshainer fordern Lärmschutz
Region Borna Kesselshainer fordern Lärmschutz
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17:46 19.05.2015
Straßenverkehr in Hörweite: Die Bewohner von Kesselshain fürchten die Fahrzeugmassen, wenn die A 72 bis Borna verlängert worden ist. Quelle: Julia Tonne

"Unsere Probleme sind der Lärm und die Abgase", sagt Joachim Steinhäußer, Vorsitzender des Siedlervereins. Auch wenn die A 72 in absehbarer Zeit kommt, wünschen sich die Anwohner bis zur Inbetriebnahme der Autobahn einen temporären Lärmschutz.

Derzeit nutzen rund 20 000 Fahrzeuge die Strecke, nach Schätzungen des Straßenbauamtes wird sich die Zahl in den kommenden Monaten auf etwa 40 000 erhöhen. Die Gärten liegen etwa eineinhalb Meter tiefer als die Fahrbahn der B95. "Viele Pflanzen gehen wegen der Abgase ein, der Garten kann nur noch als Grünfläche genutzt werden", erzählt Steinhäußer. Die Grundstücke würden dadurch deutlich an Wert verlieren.

Auch die Stadt Borna steht hinter der Forderung der Kesselshainer. "Von uns gibt es die volle Unterstützung", sagt Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Deshalb habe sie beim symbolischen Spatenstich den sächsischen Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) gebeten, dem Lärmschutz eine größere Bedeutung beizumessen. "Leider ist seit diesem Termin aber nicht sehr viel geschehen", sagt Luedtke.

Denn das Anliegen der Kesselshainer scheint in Dresden auf taube Ohren zu stoßen. Grundlage für die jetzt beginnenden Arbeiten am Bauabschnitt 5.1 zwischen Rötha und Borna-Nord sei der Planfeststellungsbeschluss der Landesdirektion Sachsen. Und darin "ist keine temporäre Lärmschutzwand vorgesehen", erklärt Kathleen Brühl, Referentin im Dresdner Wirtschaftsministerium, auf LVZ-Anfrage. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr müsse den Planfeststellungsbeschluss umsetzen, dürfe jedoch nicht darüber hinausgehen. Zudem würde die Wand den Bund als Bauherr und Kostenträger zusätzlich belasten. "Da bleibt kein Spielraum für diesen Wunsch."

Der Siedlerverein Kesselshain stellt aber trotz seiner Forderung deutlich, dass er die neue Autobahn befürwortet. Immerhin verläuft die Trasse deutlich weiter in westlicher Richtung als die Bundesstraße. Hinzu kommt, dass die Trasse von vorherein um rund vier Meter abgesenkt wird, um Lärm für die Anwohner zu vermeiden. Doch bis es soweit ist, wünschen sich die Kesselshainer eine Glaswand. Denn erst mit der Fertigstellung des Bauabschnitts 5.1 werden die Anwohner der B 95 vom Durchgangsverkehr entlastet. Mehr als die Bewohner um Geduld und Verständnis zu bitten, bleibt dem Ministerium daher nicht übrig.

© Kommentar Seite 32

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.03.2013

Julia Tonne

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