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Borna Kinder haben jetzt in der Gemeindebibliothek Espenhain eine eigene Bücherecke
Region Borna Kinder haben jetzt in der Gemeindebibliothek Espenhain eine eigene Bücherecke
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13:16 11.03.2018
In der neu gestalteten Bibliothek in Espenhain lauschen die Kinder aus dem Kindergarten der Geschichte, die Marlies Walther ihnen vorliest. Quelle: Jens Paul Taubert
Rötha/Espenhain

„Es werden nicht nur Bibliotheken geschlossen“, sagt Marlies Walther, die Leiterin der Stadtbibliothek Rötha. Und stellt selbst unter Beweis, dass kleine Ausleihstellen nicht nur erhalten sondern sogar noch attraktiver gestaltet werden können. So geschehen gerade in Espenhain, wo die Kinder aus dem Kindergarten gerade die neue Kinder-Leseecke ausprobierten.

So etwas gab es nämlich bisher in der Espenhainer Gemeindebibliothek nicht. Ein gutes Jahr nach der Eingemeindung ist das jetzt anders. Nun ist die Espenhainer Bibliothek eine Außenstelle der Stadtbibliothek Rötha. In den zurückliegenden Wochen zogen Bücher und Regale um. Sie befinden sich immer noch im ehemaligen Gemeindeamt, aber ein paar Türen weiter in einem Raum mit dem Büro von Ingrid Wiechec. Die Sekretärin der Stadtverwaltung Rötha besetzt hier donnerstags von 14 bis 18 Uhr das Bürgerbüro und betreut nun in dieser Zeit gleichzeitig die Besucher der Bibliothek. Erster Eindruck: Der Raum hat mehr Fenster und ist heller als der bisherige Bibliotheksraum, und die Ausleihe ist jetzt vier statt bisher zwei Stunden in der Woche geöffnet.

Auch inhaltlich wurde das Angebot verbessert. Verfügte die Espenhainer Gemeindebibliothek bisher über rund 1000 Bücher, sind es jetzt etwa 1500 Bücher und Hörbücher. Das vor allem dank einer Lieferung von der Mediothek Borna. Im Bestand sind jetzt auch rund 250 Titel für Kinder, was eine ganze Menge ist, wenn man bedenkt, dass die Kinderliteratur in Espenhain bisher „etwas stiefmütterlich behandelt“ worden war, wie Marlies Walther sagt. Jetzt finden Kinder hier eigene Regale und sogar eine Leseecke mit Tisch und Stühlen. Die Möbel steuerte Gemeindehausmeister Bernd Torke aus städtischem Bestand bei und der Wirtschaftshof half beim Einräumen, freut sich die Bibliothekarin. Welche die gefundene Öffnungszeit vor allem deshalb attraktiv findet, weil in der Zeit die Eltern ihre Kinder aus dem benachbarten Kinderhaus „Groß und Klein“ abholen und dann gleich mit ihnen in die Bibliothek kommen können.

Zur Einweihung der Kinderecke hatte Marlies Walther eine Gruppe aus dem Kindergarten zu Gast. Die Mädchen und Jungen stöberten gleich in den Regalen und zeigten sich gegenseitig, was sie gefunden hatten. Dann las Marlies Walther ihnen die Geschichte vom „Keinohrhasen und Zweiohrküken“ vor. Hinterher waren sich die Kinder, Erzieherin Angela Sporbert und die Bibliotheksleiterin einig, solche Stunden in der Bibliothek zu wiederholen, voraussichtlich monatlich.

Beim nächsten Mal will Marlies Walther den Mädchen und Jungen die Nachfolgegeschichte vorlesen: „Zweiohrküken und Keinohrhase“. Und auch für die größeren Kinder aus dem Hort ist schon ein Besuchstermin vereinbart. Die werden in den Herbstferien in die Bibliothek kommen.

Von André Neumann

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