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Borna Kinder machen eigenes Theater in Großpötzschau
Region Borna Kinder machen eigenes Theater in Großpötzschau
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14:25 19.05.2015
Die Theaterwoche bringt Genuss in der Hängematte. Den Text zu lernen gehört dazu. Quelle: Thomas Kube

Morgen Abend, wenn die Musiktheaterwoche endet, werden die Akteure in der Kirche Großpötzschau das selbst erdachte Stück aufführen.

Anspannung vor der Premiere sieht anders aus. "Stress haben wir auf gar keinen Fall", sagt die 40-jährige Musikpädagogin, die diese Angebote seit 2007 durchführt. Mit klarem Ansatz: Hentschel setzt auf Montessori-Pädagogik und deren Leitsatz "Hilf mir es selbst zu tun". Was ein paar Regeln nicht ausschließt. Auf dem Bauernhof mit Garten bleibt Freiraum für alle und die Chance, "die Verantwortung in die Hände der Kinder zu geben". Die Großen helfen den Kleinen, die "Wiederholungstäter" den Neulingen. Zum Team der Woche gehören neben der Chefin die erwachsene Tochter Annemarie - "die rechte Hand", Köchin Sabine Waschulewski, Betreuer Leo und Oma Ingeborg Hentschel, die sich im Theater-Gewusel um ihre Enkel Laurin (4) und Jasper (3) kümmert.

Zwei Tage lang haben die Kinder um eine passende Geschichte gerungen, getextet und nach gemeinsamen Diskussionen erneut geschrieben. Das Stück steht, über den Inhalt lässt sich die Truppe nichts entlocken. Es sei immer wieder spannend, was entsteht, sagt Hentschel und erinnert sich an das Vorjahr, als sie an den Haustüren nach Requisiten für ein Theaterstück gefragt hatten. Besen, Bügeleisen und anderes sorgten für lustige Ideen und letztlich ein Stück, das alle überrascht habe. Eins steht fest: Dieses Jahr wird es ganz anders sein.

"Es macht Spaß, Theater zu spielen und sich Geschichten auszudenken", sagt Rowina. Die 13-jährige Leipzigerin ist zum dritten Mal dabei. "Ich werde fragen, ob ich noch mal kommen kann", kündigt sie an. Sie genießt "viel draußen zu sein" und den Platz in der begehrten Hängematte. Den Text zu lernen sei für sie kein Problem. Charlotte guckte mit sieben Jahren erstmals zu, und kam dann jedes Jahr wieder. "Hier wächst man zusammen und kann tolle Freundschaften schließen", erzählt die 13-Jährige, die in Großpötzschau wohnte und jetzt in Großdeuben zu Hause ist. Jana gehört zu den Neueinsteigern. Das Schlafen im Zelt findet die Zehnjährige aus Leipzig schön. Lola (7) aus Pötzschau genießt besonders die Tiere, das selbst gemachte Essen und die Spiele. Manchmal habe sie Heimweh, gibt sie zu. Letzteres ist mit Lara (9), mit der sie sich ein Zelt teilt, aber schnell verflogen. Emilia (13) mimte 2013 eine Hexe und meisterte eine Textpassage in Latein. Diesmal werde sie französisch sprechen, verrät die Leipzigerin.

Bis zur Vorstellung in der Kirche, die mit Unterstützung des Fördervereins zustande kommt, bleibt viel zu tun. Requisiten werden gebastelt und Kostüme aus dem Theaterfundus gesucht. Eventuell müsse sie noch an die Nähmaschine, sagt Annemarie. Nach der Aufführung (Beginn 18.30 Uhr) gibt es die traditionelle Premierenfeier mit den Eltern und einem Abschieds-Grillen. Da müssen sich die Kinder nicht gleich trennen.

Für die nächste Theater-Woche Ende August gibt es noch freie Plätze.

www.hofmusikschulegrosspoetzschau.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.07.2014
Kasel, Beatrice

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