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Borna Kinder reichen Luther die Hand
Region Borna Kinder reichen Luther die Hand
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17:57 20.10.2011
Ferienkinder im Museum. Quelle: Guenther Hunger
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Borna

" Das erzählte am Donnerstag Museumsmitarbeiterin Gerlinde Fritzsche 16 Hortschülern und den Erzieherinnen Petra Hönig und Kathrin Lerch, die eine Lutherexkursion ins Bornaer Museum führte. Die Ferienkinder wunderten sich schon darüber, dass der Vatikan den Menschen im Mittelalter glaubhaft machen wollten, dass sie mit dem Kauf eines Ablassbriefes ihre Sünden und Vergehen vergeben bekommen. Und sie fanden es prima, dass der christliche Mönch Martin Luther - teils unter Lebensgefahr - diesem Schwindel ein Ende setzte.

Beim Betrachten der im Bornaer Museum ausgestellten großen Lutherbibeln wies der ehemalige Schriftsetzer der Druckerei Borna, Wolfgang Fuchs, auf den im 15. Jahrhundert durch Johannes Gutenberg erfundenen Buchdruck hin. „Die vom großen Reformator Luther auf der Wartburg ins Deutsche übersetzte Bibel konnte so vervielfältigt werden." Dann bedruckte Schriftsetzer Fuchs - von allen Hortkindern genau beäugt - an einer 100 Jahre alten Handanlege-Druckpresse die unter Anleitung von Museumsmitarbeiterin Annerose Kämpfer gebastelten kleinen „Museumsheftchen". Kirche, Rathaus und das Stadttor waren darauf mit dem Namen des Heftbesitzers und dem Schriftzug „Museum" bestückt. „Jetzt male ich das Stadttor noch aus", sagte Zweitklässler Justin Brandl, während die neunjährige Sina Semper immer noch fleißig die Farbstifte über die Seiten ihres Heftchens schwang.

Die Kinder besuchten auch das neue Lutherdenkmal vor der Bornaer Stadtkirche, und Lisa-Marie Lehmann und Caroline Döring reichten der lebensgroßen Statue die Hand. „Hier seht ihr Martin Luther als Junker Jörg auf der Wartburg. Denn Friedrich der Weise, Kurfürst von Sachsen, wollte Martin Luther getarnt als Junker vor den Häschern der Papstanhänger schützen", informierte Fritzsche die immer neugieriger gewordenen Geschichtsfreunde weiter. Danach ging sie mit der Gruppe zum Bornaer Markt und zum dortigen damaligen Wohnhaus des Bornaer Freundes von Luther, dem Geleitsmann Michael von der Straßen. „Wenn Martin Luther oft in Borna war, hat er da auch hier in der Kirche gepredigt?", wollte Lisa-Marie Lehmann mit Blick auf die große Kirche St. Marien wissen. „Hat er mehrmals. Und Martin Luther hat vor allem den berühmten Ablassbrief an seinen Gönner, den Kurfürsten Friedrich den Weisen, in Borna geschrieben", erklärte Gerlinde Fritzsche.

Wolfgang Riedel

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