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Borna Kinder übernehmen in Regis ersten Spatenstich für die neue Kindertagesstätte
Region Borna Kinder übernehmen in Regis ersten Spatenstich für die neue Kindertagesstätte
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16:45 23.03.2018
Beim ersten Spatenstich für die neue Kindertagesstätte in Regis-Breitingen legen (v. l.) Linda, Emma, Johanna, Mia, Lilly und Niklas selbst Hand an. Quelle: Jens Paul Taubert
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Regis-Breitingen

Der Anfang ist gemacht. Seit Montag wird auf der Wiese zwischen der Zweifeldsporthalle und dem Wohngebiet am Stadion in Regis-Breitingen an der neuen Kindertagesstätte gearbeitet. Am Freitagvormittag wurde der Bau offiziell und feierlich mit dem ersten Spatenstich eröffnet.

Bei schönem Herbstwetter, das am Vormittag noch herrschte, waren Krippe und Kindergarten komplett mit allen Kindern und Kolleginnen zur Stelle, um den Baugebinn für ihr neues Gebäude zu begleiten. In der Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt war dafür extra das bekannte Handwerkerlied umgedichtet worden. „Wer will glückliche Kinder seh’n“, sangen die Mädchen und Jungen, „der muss zur neuen Kita geh’n“ und: „Stein auf Stein, die Kita wird bald fertig sein.“

Damit das auch wirklich klappt, legten die Knirpse selbst mit Hand an. Diesmal warteten nämlich nicht wie sonst bei derlei Gelegenheiten silbern glänzende Spaten auf Promis, sondern in einem eigens vorbereiteten Sandbett auf dem Parkplatz vor der Baustelle steckten zwölf bunte Plastikschaufeln neben einem Dumper und einem Spielzeugbagger. „Los, wir bauen eine Burg“, riefen sich die Kinder zu, die diesen Teil der Veranstaltung mit sichtlicher Freude übernahmen.

Die Polit-Prominenz blieb in der Zuschauerrolle. Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf (CDU) gehörte dazu, wie auch ihr Parteikollege aus dem sächsischen Landtag Georg Ludwig von Breitenbuch, dazu Kreistagsabgeordnete und Mitglieder des Stadtrates.

Bürgermeister Wolfram Lenk (Linke) strahlte bei seiner Rede, in der er an die bisherigen Schritte in Richtung einer neuen Kindertagesstätte erinnerte. Nach etlichen Jahren, in denen man immer wieder versucht habe, hinsichtlich Brandschutz und Hygiene am Kindergarten etwas zu verändern, sei die Erkenntnis gereift, ein Neubau wäre wirtschaftlicher. 2014 wurde das Architektenbüro Strauss mit den Planungen beauftragt, im November 2015 bekam Regis-Breitingen die Baugenehmigung. Und seit anderthalb Jahren, sagte Lenk, „sind wir auf dem Weg, die Finanzen abzusichern.“

Das ist zumindest so weit gelungen, dass die Stadt von den rund 1,7 Millionen Euro förderfähiger Kosten „reichlich die Hälfte“, wie Lenk sagte, aus zwei verschiedenen Töpfen erhalten wird. Weil der Neubau insgesamt deutlich mehr als 1,7 Millionen kosten wird, bleibt ein gehöriger Anteil, den die Stadt stemmen muss.

Zumal noch nicht klar ist, wohin sich die Preise entwickeln. Nach den ersten Ausschreibungen liegen die ersten Gewerke rund zehn Prozent über den Kostenberechnungen. Eine Situation, die Planer Christian Strauß allerdings relativiert: „Wir haben vor anderthalb Jahren eine Einrichtung für 100 Kinder geplant“, sagt er, und fährt fort: „Jetzt bauen wir für 110 Kinder.“ Damit sei der Kostenanstieg gerechtfertigt.

Seit Montag bereitet das Bornaer Abbruchunternehmen Ralf Voigt den Boden für die nächsten Gewerke vor. Der Mutterboden wird abgetragen, das Gelände mit recyceltem Mineralgemisch aufgefüllt. Darauf soll in den nächsten Wochen die schwere Spezialtechnik stehen, die den Baugrund mit knapp 500 Rüttel-Stopfsäulen bis in fünf Meter Tiefe verdichten wird. Das ist nötig, weil das Gelände Teil des vor dem zweiten Weltkrieg verfüllten Tagebaus Regis I ist, erklärte Strauß.

Am 9. Januar, so der weitere Zeitplan, soll mit dem Rohbau begonnen werden. Anfang Oktober 2017, also in weniger als einem Jahr, soll die neue Kindertagesstätte fertig sein. „Wir hoffen auf einen milden Winter“, sagte Bürgermeister Lenk angesichts dieses „ambitionierten Zeitplans“.

Von André Neumann

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