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Borna Kinder- und Jugendnotdienst startet im nächsten Monat
Region Borna Kinder- und Jugendnotdienst startet im nächsten Monat
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13:49 19.05.2015

Es kann bis zu acht Kindern und Jugendlichen Schutz bieten.

"Wir haben Probleme, Kinder unterzubringen", sagt Jugendamtsleiter Thomas Pfeifer ohne Umschweife. Kinder, die sich aus einer Notlage heraus bei der Polizei oder in einer Klinik melden. Kinder, die nach Hinweisen sofort aus ihrer Familie herausgeholt werden müssen. Nach Pfeifers Angaben erhält der Landkreis im Jahr mehr als 450 Meldungen von Kindeswohlgefährdung. In durchschnittlich 70 Fällen müsse rasch gehandelt werden und "wir nehmen die Kinder in Obhut". Meist seien es Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren, um die sich das Jugendamt dann zunächst kümmern müsse.

Für Notaufnahmen stehen im Landkreis einzelne Plätze in den Heimen, darunter das Pestalozzi-Haus oder das Habitat in Borna, zur Verfügung. Doch "unsere Heime sind voll", nennt der Amtsleiter das Problem beim Namen. So musste auch immer wieder in anderen Kreisen und Großstädten angefragt werden, ob dort in Not geratene Kinder aus dem Landkreis Leipzig vorübergehend unterkommen können. Das bringe aber weite Wege und höhere Kosten mit sich", verdeutlicht Pfeifer. Zudem blitzt der Landkreis auch dort oft genug ab. "Der Kinder- und Jugendnotdienst in Leipzig-Grünau ist restlos überfüllt", sagt Pfeifer.

Abhilfe soll nun ein eigener Kinder- und Jugendnotdienst bringen. Nach Berechnungen des Landkreises reichen acht Plätze aus, um auf Notsituationen entsprechend reagieren zu können. "Wir wollen und müssen die Unterbringung konzentrieren", sagt Amtsleiter Pfeifer. Denn die Kinder bräuchten auch eine besondere Betreuung, manche von ihnen seien sogar drogenabhängig. Im Domizil in Tanndorf können Null- bis 18-Jährige eine zeitweilige Bleibe finden. Die Kinder, die Schutz suchen und brauchen, sollen laut Pfeifer aber höchstens zwei bis vier Wochen hier bleiben. Primär strebe das Jugendamt die möglichst schnelle Rückführung zu den Eltern an. Aber auch die Unterbringung in anderen Einrichtungen oder bei Pflegeeltern kann eine Option sein. Es gehe um eine Perspektive für die Betroffenen, sagt Pfeifer.

Gegenwärtig gibt es einen Bereitschaftsdienst, den Polizisten oder Ärzte, die ein Kind aufgreifen, anrufen. Das Jugendamt koordiniert dann die Unterbringung. Nach Eröffnung des Hauses in Tanndorf, das 24 Stunden lang besetzt sein wird, übernimmt der Trägerverein rund um die Uhr den Notdienst, erläutert Pfeifer.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.11.2014
Frank Prenzel

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