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Kinder- und Jugendparlament bringt Bundestagswahl in die Bornaer Schulen

Befragung Kinder- und Jugendparlament bringt Bundestagswahl in die Bornaer Schulen

Von wegen Politikverdrossenheit unter Jugendlichen. Das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) in Borna zeigt wieder einmal mehr, dass sich junge Leute einmischen. In diesem Jahr steht nicht nur die Bundestagswahl im Fokus des Gremiums, sondern auch die in Borna geborene Malerin und Grafikerin Martha Schrag.

Das KiJuPa um die ersten drei Vorsitzenden Oliver Müller (18, von links), Carlo Hohnstedter (20) und Lara Weichelt will die Bundestagswahl lokal hinterfragen.

Quelle: KiJuPa

Borna. Von wegen Politikverdrossenheit unter Jugendlichen. Das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) in Borna zeigt wieder einmal mehr, dass sich junge Leute einmischen. In diesem Jahr steht nicht nur die Bundestagswahl im Fokus des Gremiums, sondern auch die in Borna geborene Malerin und Grafikerin Martha Schrag.

Die Bundestagswahl ist noch etwas hin, erst im September werden die Wahlberechtigten an die Urnen gerufen. Das KiJuPa will aber bereits jetzt auf lokaler Ebene darauf aufmerksam machen. In Kooperation mit den Schülerräten an Oberschule und Gymnasium wollen die Nachwuchspolitiker eine Befragung unter den Schülern zur politischen Stimmungslage durchführen. „Wir wollen unter anderem wissen, ob sie überhaupt mitwählen würden, wenn sie denn dürften, welches Alter sich die Jugendlichen auf Bundesebene wünschen und welche Themen sie spannend finden“, erklärt Carlo Hohnstedter, Sprecher des Jugendparlaments. Doch befragt werden nicht nur die älteren Schüler, sondern bereits die Fünftklässler.

„Leider beginnt die politische Bildung in Sachsen ja erst in Klasse neun, zudem kann man nach dem neuen Schulgesetz den Gesellschaftskunde-Unterricht nach der Sekundarstufe 1, also etwa nach der neunten, abwählen“, sagt Hohnstedter. Um so wichtiger sei es, das Thema schon frühzeitig auf den Stundenplan zu heben, verdeutlicht er. Die Befragung der jüngeren Schüler soll dem Parlament vor allem auch dazu dienen, Klassenangebote auszuarbeiten. Dass politische Bildung früher als im Jugendalter anfangen muss, steht für das Bornaer Gremium außer Frage. Und wenn die schon nicht auf dem Stundenplan steht, will es selbst aktiv werden.

Geplant ist in absehbarer Zeit zudem eine Podiumsdiskussion, immerhin gehören einige Mitglieder des KiJuPas den verschiedenen Parteien CDU, FDP, SPD und Linke in Borna an. Und noch ein Aspekt gehört für das Gremium auf die Tagesordnung zum Thema Bundestagswahl: eine U18-Wahl. Die gab es zwar schon einmal zur Landtagswahl 2014, deren Ergebnisse aber wurden nie publiziert. „Das wollen wir diesen Herbst besser machen“, betont das Neu-SPD-Mitglied. Denn gerade solche Ergebnisse zeigten doch, wie sich die Jugendlichen politisch einordnen.

In diesem Jahr dreht sich aber nicht alles ausschließlich um Politik, sondern auch um Kunst. Das Kinder- und Jugendparlament will in den nächsten Tagen beim Jugendfond des Landkreises Leipzig das Graffiti-Projekt „Martha Schrag“ einreichen. Ziel soll es sein, die in Borna geborene Expressionistin (1870 – 1957) und deren Werke bekannter zu machen. Schrag wurde in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft als „entartete“ Künstlerin diffamiert. „Uns schwebt vor, Gelder zu beantragen, damit Jugendliche fünf Flächen in Borna umgestalten und Quartiere damit aufgewertet werden können“, macht Hohnstedter deutlich.

Von Julia Tonne

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Fläche: 62,44km²

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