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Borna Kindermund: Der Osterhase kommt mit dem Bollerwagen
Region Borna Kindermund: Der Osterhase kommt mit dem Bollerwagen
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05:01 29.03.2018
Vielleicht kommt der Osterhase mit dem Bollerwagen, meinen Edwin, Melina, Malte, Daniel und Amalia (von links). Quelle: Andreas Döring
Groitzsch

„Ich klingle zu Ostern den Frühling herbei“, sagt Amalia. Die Fünfjährige lacht und wackelt mit ihrem Kopf hin und her, so dass die Haarperlen an ihrem Pferdeschwanz lustig klappern. Gemeinsam mit ihren Spielfreunden im evangelischen Kindergarten „Schilfkörbchen“ in Groitzsch freut sich Amalia auf das Fest.

Das Mädchen erinnert sich kichernd, wie im vergangenen Jahr ihre beiden Hasen Hugo und Fritz durch den Garten hoppelten. „Die sind ausgebüchst und Papa musste sie wieder einfangen. Ich denke ja, sie haben dem Osterhasen geholfen.“ Amalia stellt sich vor, dass der Osterhase groß und stark ist und einen Bollerwagen voller Geschenke hinter sich herzieht, „sein Wagen ist so groß wie zwei Tische“.

Kinder von der Suche nach Ostereiern begeistert

Malte meint, dass der Osterhase „nicht allein arbeitet, der macht das mit anderen Hasen zusammen und die verständigen sich mit Geräuschen“. Der Sechsjährige feiert mit seiner Familie Ostern bei den Großeltern, „da gibt es leckeres Essen mit Klößen und viel Gemüse und Fleisch und Strudel“. Malte fällt zum Thema gleich ein Lied ein, fröhlich singt der Junge „Stups, der kleine Osterhase“. Das Häschen fiel andauernd hin, egal wohin es lief, immer ging ihm etwas schief. „Aber ihm passieren auch lustige Sachen“, meint der Junge und das sei doch prima.

Daniel findet „das mit den Ostereiern ganz schön“. Mit seiner Mama hat er neulich viele bunte Eier an ein kleines Bäumchen im Garten gehängt. Dabei waren auch einige, die er beim Elterncafé – mit Kuchen, Kaffee, Tee und einer Bastelei – in seinem Kindergarten gefilzt hatte. Der Sechsjährige erklärt das so: „Das sind Plaste-Eier und dann wird da mit Wasser und Fit der Filz drauf gerubbelt und dann sieht das hübsch aus.“

Auch die vierjährige Melina pustete mit Begeisterung mit ihrer Mama zu Hause Ostereier aus und malte sie bunt an. Im Kindergarten bastelte sie ein Osternest.

Edwin kreierte ein Küken mit Herz-Füßen und einem großen Schnabel, „nur die Augen muss ich noch draufkleben“. Der Sechsjährige freut sich schon aufs Suchen in wenigen Tagen. „Ich habe schon mal hinter unserem Gerätehaus ganz viel Schokolade gefunden“, erzählt er. Das Schönste am Osterfest für ihn sind die Geschenke und das Suchen und „dass die Sonne scheint“.

Fastenzeit für gemeinsame Spiele genutzt

In den Wochen vor Ostern hat der evangelische Kindergarten in Groitzsch sich auch mit dem Thema Fasten beschäftigt – auf besondere Weise. Normalerweise ist Freitag Spielzeugtag. Die Kinder dürfen ihr liebstes Spielzeug von zu Hause mitbringen, das Feuerwehrauto oder das fliegende Einhorn mit einer kleinen Elfe. In diesen Fastenwochen sollten sie jedoch etwas auswählen, womit sie gemeinsam spielen können, Uno oder Mensch ärgere dich nicht oder auch ein Buch, aus dem für alle vorgelesen wird. Die evangelische Fastenaktion „7 Woche ohne“ wandelte der Kindergarten leicht ab. „Wir haben daraus sieben Wochen miteinander gemacht. In dieser Zeit haben wir vor allem viele Gesellschaftsspiele gespielt“, sagt Leiterin Ulrike Weidemann.

Die Vier- bis Sechsjährigen wissen auf Anhieb, was hinter dem Osterfest steht. Sie erklären es kurz und knapp gemeinsam. Amalia: „Da wurde Jesus ans Kreuz genagelt.“ Malte: „Und dann ist er auferstanden.“ Edwin: „Nach drei Tagen.“

Von Claudia Carell

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