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Kirche in Großdeuben: UmfangreicheSanierung zum 300. Geburtstag startet

Kirche in Großdeuben: UmfangreicheSanierung zum 300. Geburtstag startet

Böhlen/Großdeuben. Die Osterfeiertage musste die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Großstädteln-Großdeuben in der Größstädtelner Kirche feiern. Denn seit Gründonnerstag ist die Katharinenkirche im Böhlener Ortsteil Großdeuben eine einzige Baustelle.

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Das Kirchenschiff der Katharinenkirche in Großdeuben ist seit einigen Tagen komplett eingerüstet. Jetzt beginnen die Sanierungsarbeiten. Fotos (2): Julia Tonne

Quelle: Julia Tonne

Anlässlich des 300. Jahrestages der Kirchweihe wird sie innen saniert, restauriert und renoviert.

 

 

Seit Mittwoch steht das Gerüst, seit Donnerstag gibt es keinen Strom mehr, lediglich für die Bauarbeiter. "Die Kirche wird innen wieder so hergerichtet, wie sie im Jahr 1906 aussah", erzählt Pfarrerin Kathrin Bickhardt-Schulz. Der Jugendstil solle wieder zum Vorschein kommen. Schon vor Wochen hatte eine Studentin Verzierungen an den Emporen und ein großes Deckenbild stellenweise freigelegt, um in ihrer Diplomarbeit über die Kirche und deren Entwicklung schreiben zu können. Bis Weihnachten sollen laut Bickhardt-Schulz die Arbeiten abgeschlossen sein. Bis dahin finden die Gottesdienste in der an das Kirchenschiff angrenzenden Lutherstube statt.

 

 

Mehr als 157 000 Euro werden die umfangreichen Arbeiten an dem kleinen Gotteshaus kosten. Geld, das die Kirchgemeinde selbst und über Spenden aufbringen muss. Deshalb sucht der Kirchenvorstand derzeit 30 Paten, die jeweils 300 Euro spenden wollen. "Von der Stadt Böhlen bekommen wir leider nichts", bedauert die Pfarrerin. "Wir versuchen seit Jahren, die Stadt dazu zu bewegen, uns zu unterstützen - leider ohne Erfolg." Dabei solle die Kirche anlässlich des 300-jährigen Bestehens wieder in altem Glanz erstrahlen.

 

 

1954 wurde ihr Innenraum zum letzten Mal renoviert, "seither ist nichts mehr hier passiert", sagt die Pfarrerin. Dafür geht es nun um so schneller. Fand am Mittwoch vor Ostern die erste Bauberatung aller Gewerke statt, steht nun schon die Kirchturmuhr still. Die Glocken jedoch werden auch in den kommenden Monaten läuten, "sie sind von der Stromversorgung unabhängig und werden aufgezogen", begründet der für die Sanierung zuständige Bauingenieur Thomas Jung.

 

 

In diesen Tagen werden zudem die Kronleuchter abgesenkt und die Wandleuchten abmontiert, damit die Emporen frei zugänglich sind. "Die Verzierungen müssen zunächst einmal komplett freigelegt werden, dann können wir die historischen Vorlagen genau erfassen", sagt Jung. Erst im Laufe der nächsten Arbeitsschritte könnten die Malereien detailliert zum Vorschein kommen. Dann sei auch klar, wo die Verzierungen nicht mehr zu sehen sind und ergänzt werden müssen.

 

 

Die Orgel, die ursprünglich aus der Kirche zu Cröbern stammt, die in den 1960er Jahren dem Tagebau zum Opfer fiel, ist bereits "eingehaust" worden. Bemerkenswert an dem 1745 gebauten Instrument ist, dass es die letzte erhaltene Orgel von Christian Ernst Friederici ist. Alle Arbeiten werden, so weit es möglich ist, von ortsansässigen Firmen übernommen, "das ist uns sehr wichtig", betont Bickhardt-Schulz.

 

 

Mit der Sanierung des 1716 erbauten Gotteshauses wird auch eine Durchlüftung sichergestellt. "In der Sakristei haben wir das größte Problem mit Schimmel", erklärt der Bauingenieur. Doch auch das Kirchenschiff und die Lutherstube müssten gut durchlüftet sein, um dem Problem Herr zu werden. Notwendig seien unter anderem neue Fenster und eine elektronische Regelung der Lüftung.

 

 

Heute ist Baubeginn der umfangreichen Sanierung, bis Weihnachten sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Die Kirche ist in den kommenden Monaten nicht zugänglich, die Gottesdienste finden in der Lutherstube statt. "Sicherlich ist aber ein Baustellen-Gottesdienst möglich, damit sich auch die Großdeubener über den Fortschritt informieren können", so Jung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.04.2015
Julia Tonne

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