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Kirchgemeinden rufen zu Spenden auf

Kirchgemeinden rufen zu Spenden auf

Die Kirchgemeinden und die Diakonie im Leipziger Land rufen zu Spenden auf, um den Dürreopfern in Afrika helfen zu können. „Die gegenwärtige Hungersnot in Ostafrika ist beispiellos, Hilfe ist dringend nötig", sagte Superintendent Matthias Weismann.

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Ein hungerndes Kind im Flüchtlingslager.

Borna. Gemeinsam mit vielen Menschen guten Willens und den Hilfsorganisationen appellieren deshalb auch die kirchlichen Gemeinden und das Diakonische Werk im Kirchenbezirk, Geld zu spenden. Weismann: „Auch mit kleinen Beträgen kann Leben gerettet werden." Die Spenden können direkt an das Diakonische Werk Sachsen auf das Konto 100100100 bei der LKG Sachsen - Bank für Kirche und Diakonie (BLZ 35060190) - eingezahlt oder in jedem Pfarramt abgegeben werden, betonte der Superintendent.

Die Diakonie Sachsens informiert auch zum Hintergrund der Hungersnot: „La Nina" heißt das Klimaphänomen, das dafür sorgt, dass die saisonalen Regenfälle in den Ländern Ostafrikas mehrmals nacheinander ausgefallen oder ganz ausgeblieben sind. Die anhaltende Dürre trifft hauptsächlich Menschen, die seit Jahren von großer Armut und entsprechenden Konflikten gebeutelt sind. Hunger und Verzweiflung veranlassen viele von ihnen zur Flucht aus ihrer Heimat. So drängen sich im Nordosten Kenias, im Flüchtlingslager Dadaab, aktuell fast 400 000 Hilfsbedürftige und täglich kommen über 1000 neu hinzu.

Die Katastrophenhilfe der Diakonie und ihre Partner würden alles daran setzen, um so viele Menschen wie möglich schnell mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser zu versorgen.

Die Diakonie-Katastrophenhilfe sei eine der ganz wenigen Hilfsorganisationen, die - trotz andauernder Kämpfe und ständiger Bedrohungen durch die radikal-islamischen Al-Shabaab-Milizen - seit vielen Jahren ununterbrochen in Somalia tätig ist. Ihre regionalen Partner seien aktuell in den großen Flüchtlingslagern in den Regionen Banadir, Lower, Middle Shabelle und um die Hauptstadt Mogadischu unterwegs. „Rund 11 000 Familien erhalten als Überlebenspakt für zwei Monate jeweils 30 Kilo Reis und Bohnen sowie 15 Liter Speiseöl. Um die Versorgung mit Wasser zu stabilisieren, werden drei neue Tiefbrunnen gebohrt." Für alle diese Maßnahmen seien 500 000 Euro als Soforthilfe zur Verfügung gestellt worden.

In Kenia unterstütze die Katastrophenhilfe Dürreopfer in der Region Marsabit, im Nordosten des Landes. In Äthiopien konzentriere sich ihre Hilfe auf die Region Afar im Nordosten des Landes.

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