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Kitzscher bringt Planung für Solarpark am Südrand der Halde Trages auf den Weg

Sonnenenergie Kitzscher bringt Planung für Solarpark am Südrand der Halde Trages auf den Weg

Ein Unternehmen aus Erkner (Brandenburg) bei Berlin möchte auf dem südöstlichen Teil der Halde Trages eine Fotovoltaikanlage bauen. Das Gelände ist die ehemalige Schutt-Deponie Kitzscher, auf der zu DDR-Zeiten unterschiedlichste Abfälle verkippt wurden. Der Stadtrat von Kitzscher beschloss einstimmig, die nötigen Planungen voranzutreiben.

Auf der ehemaligen Deponie Kitzscher, die im Südosten der Halde Trages vorgelagert ist, will ein Unternehmen aus Erkner bei Berlin einen Solarpark errichten.

Quelle: André Neumann

Kitzscher/Thierbach. Ein Unternehmen aus Erkner (Brandenburg) bei Berlin möchte auf dem südöstlichen Teil der Halde Trages eine Fotovoltaikanlage bauen. Der Stadtrat von Kitzscher beschloss auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig, dass die Stadt dafür die planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen wird. Das Gelände ist die ehemalige Schutt-Deponie Kitzscher, auf der zu DDR-Zeiten unterschiedlichste Abfälle verkippt wurden. Die Firma Sunfarming aus Erkner möchte auf dem 13,5 Hektar großen Areal Solarmodule aufstellen, die bis zu 8,5 Megawatt elektrische Energie erzeugen können. Die Energiemenge entspräche dem Verbrauch von 2100 Haushalten sagte Michael Meißner im Stadtrat. Meißner ist Geschäftsführer des Büros Baukonzept aus Neubrandenburg, welches das Projekt von Sunfarming betreut. Zur Umweltbilanz erklärte Meißner, mit dem Strom vom Südrand der Halde würden jährlich 5500 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Der Stadtrat brachte im Zusammenhang mit dem Solarpark zwei Planungsvorhaben auf den Weg. Zum einen muss der Flächennutzungsplan von Kitzscher geändert werden. In dem ist das Areal noch als Grünfläche ausgewiesen, muss für einen Solarpark aber den Status eines Sondergbietes bekommen. Zugleich wird für das Vorhaben ein so genannter vorhabenbezogener Bebauungsplan benötigt.

Hartmut Harbich (CDU) warf im Stadtrat zwei Fragen auf, die im Zusammenhang mit dem Vorhaben für die Stadt von Bedeutung sind. Zum einen betrifft das die Kosten für die Planungen. Die Stadt, versicherte Meißner den Stadträten, werde für die Verfahren keine Kosten tragen. Seitens der Verwaltung wurde bestätigt, dass bereits eine Kostenübernahmeerklärung des Investors vorliege. Zum Zweiten sprach Harbich den Schutz der vorhandenen Wege an. Rund um das vorgesehene Gelände führen Wirtschaftswege, die zugleich als Wanderwege dienen, auf denen von Thierbach und vom Süden aus der Aussichtsturm auf der Halde erreicht werden kann. Während auf einer von Meißner präsentierten Karte die Grenzen des Solarparkes die Wege zum Teil überschneiden, versicherte der Planer, dass die Wege nicht in Anspruch genommen würden. Die blieben erhalten und der Park werde eingezäunt.

Darauf legt auch Franz Waberzeck, der Vorsitzende des Heimatvereines Kitzscher Wert. Sein Verein betreut die von Kitzscheraner Seite auf die Halde führenden Wege. Dass die an einem Solarpark entlang führen, sagte er der LVZ, damit habe man kein Problem, das würde nicht stören, solange die Wirtschaftswege erhalten bleiben. Aus Sicht der Stadt Kitzscher wäre das Vorhaben durchaus wünschenswert. Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler) verweist auf zwei Aspekte. Zum einen winke der Stadt eine neue Gewerbesteuereinnahme, zum anderen wäre es auch eine Investition in den Umweltschutz durch Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Neben den durch die Stadt anzuschiebenden Planungen stehen aber noch weitere Genehmigungen aus, unter anderem durch die Bergbauverwaltung. Ob es tatsächlich zu dem Solarpark kommt, ist daher noch nicht sicher. „Ich würde es mir wünschen“, sagte Schramm der LVZ.

Von André Neumann

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