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Borna Kitzscher fährt künftig acht Schüler aus Otterwisch zur eigenen Oberschule
Region Borna Kitzscher fährt künftig acht Schüler aus Otterwisch zur eigenen Oberschule
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14:47 17.05.2017
Kitzscher transportiert im nächsten Schuljahr nur noch Schüler aus Otterwisch auf Rechnung der Kommune zur eigenen Oberschule. Quelle: Andreas Döring
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Kitzscher

Die Stadt Kitzscher wird auch im kommenden Schuljahr wieder Geld für die Beförderung von Schülern ausgeben. Der Stadtrat beschloss auf seiner jüngsten Sitzung, dafür zunächst von August bis Dezember 1500 Euro vorzusehen. Damit soll der Verkehr mit einem Kleinbus finanziert werden, der acht Schüler aus Otterwisch morgens zur Oberschule nach Kitzscher bringt.

Vor einem Monat hatte die Stadtverwaltung dem Stadtrat noch einen Beschlussantrag für zwei Busse und 3000 Euro vorgelegt. Der war zurückgewiesen worden. Jetzt ist klar: Eine Schülerin hat keinen Anspruch auf den Transport, das war den Eltern vom Schulleiter bereits mitgeteilt worden.

In den vergangenen Jahren hatte Kitzscher wesentlich mehr Geld für einen selbst organisierten Schülertransport ausgegeben. „Wir haben mit 5000 Euro begonnen, jetzt sind wir bei 25 000 Euro“, sagte Bürgermeister Maik Schramm.

Der Beginn der Initiative rührt aus der Zeit, als Kitzscher noch um den Bestand der Oberschule und jährlich zwei neue fünfte Klassen kämpfen musste. Mit dem Transportangebot sollten Kinder aus Orten geholt werden, zu denen es keine oder nur eine ungünstige öffentliche Busverbindung gab. Das ändert sich im kommenden Schuljahr mit neuen Fahrplänen. Dann haben nur noch die Schüler aus Otterwisch am Morgen eine ungünstige Busanbindung und sollen gefahren werden. Alle anderen können mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) fahren. Für Kitzscher ist das eine deutliche Senkung der Kosten, auch wenn die jetzt beschlossene Summe zunächst nur bis zum Jahresende reicht.

Der Stadtrat ist sich einig, dass die Ausgabe bald ganz auf Null gefahren werden soll. „Unser Ziel ist, dass der ÖPNV alle unsere Schüler fährt“, sagte Schramm. Rückblickend verteidigte er das Vorgehen der Stadt in den vergangene Jahren: „Es war damals die richtige Entscheidung.“ Heute könne man froh sein, dass es die Oberschule noch gibt.

Von André Neumann

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