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Kitzscher setzt auf LED-Beleuchtung

Kitzscher setzt auf LED-Beleuchtung

Fortschrittlich und kostenbewusst wird in Kitzschers Rathaus gedacht, wenn es um Elektroenergie geht. Bürgermeister Maik Schramm (parteilos) schaut dabei auf den Haushalt aber auch auf die Rolle einer Kommune als Vorreiter bei modernen Technologien.

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In Dittmannsdorf und Braußwig sorgen bei Dunkelheit moderne LED-Leuchtmittel für Helligkeit auf den Straßen.

Quelle: Thomas Kube

Kitzscher. Auf dem Dach der Grundschule produziert eine Solaranlage seit 2011 elektrischen Strom. Damit der "Lehreffekt", wie Schramm sagt, für die Kinder erlebbar wird, soll noch eine Schautafel in der Schule installiert werden, die den Prozess sichtbar macht.

Während Strom aus Sonne längst nichts Ungewöhnliches ist, sind Elektroautos auf den Straßen durchaus noch selten. Der Hausmeister der Stadt Kitzscher erledigt seine Botengänge und sonstigen Dienstfahrten jetzt im dritten Jahr damit. "Das Auto hat problemlos 11 000 Kilometer zurückgelegt", schwärmt Schramm, obwohl er es lieber sehen würde, wenn handelsübliche Elektroautos eine größere Reichweite bieten würden. Bei winterlichen Temperaturen, sagt das Stadtoberhaupt, sei es schon kritisch, damit bis nach Wurzen zu fahren. Innerhalb der Gemeinde sei das Auto aber eine gute Wahl: keine Abgase, kein Dreck und günstig in den Unterhaltungskosten. Abends kommt es in der Garage an die normale Steckdose, morgens kann der Wagen wieder rollen.

Eine richtige E-Mobil-Ladestation, die auch in einschlägigen Routenplanern verzeichnet ist, befindet sich seit dem vorigen Jahr auch am Rathaus. Sehr häufig wird sie freilich noch nicht genutzt. "Ich habe einmal ein fremdes Auto dort tanken sehen", sagt Schramm.

Der seine Stadt nun auch auf moderne, energiesparende LED-Beleuchtung einschwören möchte. Die ersten fünf Lampen wurden 2012 in fünf Leuchten in der Randsiedlung auf dem Weg zum Bauhof eingesetzt. Das Stück für rund 80 Euro. Den Test über den Winter bestanden sie gut, und die Energiebilanz scheint auch in Ordnung: "Knapp 25 Watt ersetzen 125 Watt", sagt Schramm. Weswegen im Sommer vorigen Jahres der nächste Schritt gegangen wurde. In den Ortsteilen Dittmannsdorf und Braußwig ließ die Stadt durch ihren Bauhof in alle rund 75 Straßenlampen LED-Leuchtmittel einsetzen. Die Gesamtkosten lagen um die 10 000 Euro. Auch bei der Erneuerung der Beleuchtung in der Oststraße und in der Seebergasse in Kitzscher wurden LED-Lampen verwendet. Rechnerisch seien die höheren Kosten durch den viel geringeren Stromverbrauch in 1,7 Jahren rein, sagt der Bürgermeister, der schon den nächsten Beleuchtungs-Coup plant: In diesem Jahr soll alles, was im Rathaus leuchtet, durch LED-Lampen ersetzt werden. Die Stadt nutzt dafür ein Förderprogramm und hat den Zuwendungsbescheid schon erhalten. Die Kosten liegen bei ungefähr 50 000 Euro. Schramm ist überzeugt: "Das rechnet sich".

Für Schramm geht es bei all dem nicht nur um grüne Stadtpolitik und Einsparung von Kohlendioxid, er will durch energiesparende Technologien auch Geld sparen und den städtischen Haushalt verbessern. Der technikbegeisterte Bürgermeister setzt darüber hinaus auf eine Vorreiterrolle der Kommunen bei modernen Technologien. "Wenn jemand damit anfängt, kommt es bald auch zur Massenproduktion. Dann werden die Sachen billiger und für viele Verbraucher attraktiv."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.02.2014
Neumann, André

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