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Kitzscher verliert eine Kindertagesstätte

Kitzscher verliert eine Kindertagesstätte

Kitzscher muss möglicherweise sein Angebot an Kinderbetreuungsplätzen neu sortieren. Der Grund ist, dass Mitte nächsten Jahres die private Kindertagesstätte "Rotbuche" in Hainichen schließt.

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Die Kinder der Hainichener Tagesstätte "Rotbuche" mit Betreiberin Kathi Zippenfennig (r.) gestern beim Ausflug zum Spielplatz "Spinne". Die private Einrichtung schließt Mitte nächsten Jahres, weswegen die Stadt Kitzscher jetzt ihr Angebot an Betreuungsplätzen überprüfen muss.

Quelle: Thomas Kube

Kitzscher/Hainichen. Deswegen wurde für den 30. September eine Sondersitzung des Stadtrates einberufen.

Betreiberin Kathi Zippenfennig macht Differenzen mit dem Vermieter des ehemaligen Gutshauses für die bevorstehende Schließung verantwortlich. Sie habe die Notbremse gezogen, bevor das Jugendamt wegen der problematischen Bausubstanz einschreitet. Damit würde die Ära einer privaten Kindertagesstätte in Hainichen nach 15 Jahren zu Ende gehen.

Welche Auswirkungen das für die Stadt Kitzscher und ihr Angebot an Kitaplätzen hat, ist noch nicht gänzlich geklärt. Die konkreten Zahlen würden in der Verwaltung gerade ermittelt, sagte Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler) der LVZ. Die Verwaltung wisse erst seit gut einer Woche durch die Eltern von dem Schließungstermin. "Darauf müssen wir reagieren", sagte Schramm, der sich in den kommenden Tagen mit der Betreiberin trifft.

Mit Schließung der Einrichtung im Ortsteil Hainichen fallen 22 Plätze weg. In Kitzscher kann die von der Stadt betriebene Kindertagesstätte "Wirbelwind" 204 Kinder aufnehmen, aktuell sind davon 155 Plätze belegt. Hinzu kommt eine Tagesmutti. Ob allein damit der Bedarf auch in den kommenden Jahren gedeckt werden kann, muss jetzt auch anhand der Geburtenzahlen errechnet werden. Die konkreten Zahlen will die Verwaltung kommenden Dienstag den Stadträten vorlegen.

Dann soll auch über den Umgang mit einer privaten Initiative zum Bau eines neuen Kindergartens diskutiert werden. Die kommt von Jörg Heuter, Stadtrat mit CDU-Mandat. Der Unternehmer, der auch stellvertretender Bürgermeister ist, hat der Verwaltung das Angebot unterbreitet, auf eigenem Grundstück einen neuen Kindergarten zu bauen. Der könnte dann in Hainichen unmittelbar neben der jetzigen Einrichtung stehen, wo Heuter Grundstücke gehören. Der Vorstoß, heißt es seitens der Verwaltung, sei von Jörg Heuter selbst gekommen, der gleich noch einen Betreiber präsentiert habe. Auch darüber soll auf der Sondersitzung in der nächsten Woche gesprochen werden. "Mit der Schließung der Einrichtung in Hainichen ist Gefahr im Verzug, deswegen habe ich kurzfristig die Initiative ergriffen", begründet Stadtrat Heuter seinen Vorstoß.

Dass die Problematik auf einer dringlichen Sondersitzung besprochen wird, hänge laut Bürgermeister Schramm mit der fälligen Bedarfsmeldung zusammen. Die müsse bis Ende September beim Landratsamt eingereicht werden. Dort werde ein Bedarfsplan erstellt, anhand dessen über die Verteilung von Fördermitteln entschieden werde.

Weitere Punkte der Sondersitzung sind die Verpflichtung eines Stadtrates, der bei den beiden bisherigen Sitzungen nicht anwesend war. Außerdem soll der Termin für die Bürgermeisterwahl im nächsten Jahr festgelegt werden. Die öffentliche Sitzung beginnt am 30. September 18.30 Uhr im Rathaus.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.09.2014
Neumann, André

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