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Borna Kitzscher will noch mehr Bauland selbst erschließen und vermarkten
Region Borna Kitzscher will noch mehr Bauland selbst erschließen und vermarkten
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16:00 19.07.2016
Kitzschers Bürgermeister Maik Schramm mit dem Plan für die nächsten drei Bauabschnitte im Nordweste der Stadt, Quelle: André Neumann
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Kitzscher

Schmucke Häuschen stehen am nordwestlichen Stadtrand von Kitzscher. Von der Leipziger Straße trennt sie ein dichter Bestand junger Eichen. Die geben dem Wohngebiet den Namen: am Eichholz. Ein Anwohner hat das sogar mit einem Bild auf der Fassade künstlerisch umgesetzt.

Seit diesem Jahr plant und vermarktet die Stadt den nächsten, den zweiten Bauabschnitt. Zwar ist es keine ureigene Aufgabe der Kommune, als Erschließungsträger für ein Baugebiet aufzutreten. Doch nachdem die Immobilienwirtschaft abgewunken hatte, Kitzscher aber bauwillige Bürger ansiedeln wollte, nahm die Stadt die Sache selbst in die Hand.

Vor Ort ist noch nichts weiter zu sehen als die Vermessungspflöcke im Feld, die die einzelnen Parzellen markieren. Trotzdem ist die Nachfrage nach dem Bauland groß. Von 18 Grundstücken sind schon neun verkauft und fünf weitere reserviert.

Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler), freut sich über den Coup, den er schon jetzt als gelungen ansieht. Und der sich, wenn der Verkauf so weitergeht, für die Stadt auch finanziell rechnen wird. Und Schramm denkt weiter, hat schon die Bauabschnitte drei, vier und fünf vor Augen, die das Areal komplettieren würden. Den Plan dafür schickt die Stadt jetzt an das Landratsamt, als Dokumentation für die vom Stadtrat beschlossene Absicht, den Bebauungsplan für das Gebiet zu ändern. Bisher hieß das Wohn- und Mischgebiet Kitzscher Nordwest, jetzt soll ein reines Wohngebiet entwickelt werden.

68 Grundstücke haben die Planer insgesamt in den letzten drei Bauabschnitten ausgewiesen. Und offenbar wegen des Erfolges der Stadt melden sich jetzt auch private Bauträger, die ein Geschäft wittern, die die Grundstücke übernehmen und vermarkten wollen. „Doch nun machen wir es selbst“, sagt Schramm selbstbewusst, wobei die politische Entscheidung über die Erschließung der folgenden Bauabschnitte noch aussteht.

Vorerst warten die Käufer der bisherigen Grundstücke darauf, dass es losgehen kann. Zwischen September und Februar, sagt Schramm, soll das Areal erschlossen werden, mit Straßenbau, Wasser, Abwasser und Medien. Ab dem kommenden Frühjahr können die Häuser gebaut werden.

Die Gewissheit, nicht nur die jetzigen Grundstücke, sondern auch die Baugrundstücke der nächsten Bauabschnitte an den Mann bringen zu können, zieht Maik Schramm aus der Nähe zu Leipzig und den Qualitäten der Region und der eigenen Stadt. Die Stadt Leipzig, sagt Schramm, wachse in alle Richtungen. „Und hier im Südraum ist es am schönsten“, ist er überzeugt. „Wir bieten ländliches Wohnen in ruhiger Lange, mit guter Infrastruktur und preiswerten Grundstücken“, sagt der Bürgermeister und fügt noch einen Vorzug hinzu: „Im Gegensatz zum Leipziger Norden fliegen hier keine Flugzeuge dicht über die Häuser.“

Von André Neumann

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