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Borna Kitzscher will sich Fläche für weiteren Wohnungsbau sichern
Region Borna Kitzscher will sich Fläche für weiteren Wohnungsbau sichern
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00:18 25.06.2017
Diese Fläche vor der Plattenbausiedlung will sich die Stadt Kitzscher durch ein Vorkaufsrecht für eine mögliche spätere Wohnbebauung sichern. Quelle: Jens Paul Taubert
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Kitzscher

Die Stadt Kitzscher beansprucht ab sofort ein Vorkaufsrecht für eine derzeitige Ackerfläche an der Leipziger Straße. Der Stadtrat hat dazu auf seiner jüngsten Sitzung eine entsprechende Satzung beschlossen.

Es geht um ein reichlich zwei Hektar großes Gelände im Westen der Stadt. Das Feld schließt sich direkt an das Feuerwehrgerätehaus an und wird im Süden und Westen von der Leipziger Straße, im Norden von der Braußwiger Straße eingegrenzt. Die östliche Abgrenzung bildet ein Grünstreifen. Der größte Teil des Geländes befindet sich im Eigentum des Bundes und dürfte irgendwann von dessen Verwertungsgesellschaft BVVG auf den Markt gebracht werden. Auf den Fall will die Stadt Kitzscher vorbereitet sein, um die Fläche dann in ihren Besitz bringen zu können.

Einen aktuellen Anlass, die Satzung gerade jetzt zu erlassen, gebe es laut Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler) nicht. Er begründet den Vorstoß vielmehr mit einem Blick in die Zukunft und mit der Abrundung der bebauten Ortslage. Das Areal sei das einzige, auf dem noch Wohnungen gebaut werden könnten, wenn das gerade in der weiteren Erschließung befindliche Baugebiet Kitzscher-Nordwest voll ist.

Dort, wo die Entwicklung des Wohngebietes Am Eichholz 2002 mit einem privaten Investor begann, geht die Erschließung des zweiten Bauabschnittes, diesmal in Regie der Stadt, gerade in die Endphase. In der letzten Juniwoche soll der Asphalt auf die Straßen kommen, zwei Häuser sind bereits im Bau. Drei weitere Bauabschnitte sollen folgen. Insgesamt will die Stadt in den Abschnitten zwei bis fünf 86 Grundstücke vermarkten. Schramm veranschlagt dafür einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren.

Die jetzige Vorkaufsrechtsregelung für die Leipziger Straße sei deswegen „weit in die Zukunft gedacht“, sagte er der LVZ und ergänzt: „In den nächsten fünf Jahren passiert dort nichts.“

Im Stadtrat hatte er den Beschlussantrag der Verwaltung mit den Worten begründet: „Hier geht es um Stadtentwicklung und nichts anderes.“ Was konkret auf der Fläche geschehen werde, könne heute noch gar nicht gesagt werden. In der Satzung, die das Vorkaufsrecht festlegt, heißt es dazu nur, die Stadt Kitzscher ziehe in diesem Bereich „städtebauliche Maßnahmen in Betracht.“

Selbst aktiv werden will Kitzscher indes nicht, sagt Schramm: „Wir werden nicht bei der BVVG wegen des Kaufs nachfragen.“ Sollte aber die Bundesgesellschaft oder einer der privaten Eigentümer sein Grundstück verkaufen wollen, müssen sie der Stadt dies bekannt geben. Die kann dann entscheiden, ob sie die Grundstücke erwirbt.

Ganz ähnlich verfährt die Stadt Kitzscher bereits mit Grundstücken am Bockwitzer See. Dort wurde eine Vorkaufsrechtssatzung erlassen, um Kontrolle auf die Erschließung der zu Kitzscher gehörenden Uferbereiche des Sees ausüben zu können.

Von André Neumann

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