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Kitzscher will sich erneut Grundstücke am Bockwitzer See sichern

Stadtrat Kitzscher will sich erneut Grundstücke am Bockwitzer See sichern

Die Stadt Kitzscher will zum zweiten Mal seit Ende 2014 ein Vorkaufsrecht ausüben und Grundstücke am Bockwitzer See erwerben. „Wir wollen das Nordufer des Sees für die Öffentlichkeit sichern“, begründete Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler) den Vorstoß im Stadtrat.

Rund zwei Hektar Land am Nordufer des Bockwitzer Sees (im Bild unten in der Mitte) will sich die Stadt Kitzscher sichern.

Quelle: Peter Radke

Kitzscher. Die Stadt Kitzscher will zum zweiten Mal seit Ende 2014 ein Vorkaufsrecht ausüben und sich damit Grundstücke am Bockwitzer See sichern. „Wir wollen das Nordufer des Sees für die Öffentlichkeit sichern“, begründete Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler) den Vorstoß im Stadtrat. Die Städte Borna und Kitzscher wollen das Nordufer des Sees gemeinsam touristisch entwickeln. Wobei die Stat Kitzscher nach den Worten des Bürgermeisters auf ihrer Gemarkung eher auf eine naturnahe Strandnutzung setze.

Derzeit befinden sich aber noch nicht alle Grundstücke, die zur Gemarkung gehören, auch im Eigentum der Stadt. Die setzt daher zum einen auf den laufenden Prozess der ländlichen Neuordnung, zum anderen auf die Möglichkeit, das Vorkaufsrecht auszuüben. Dazu hatte der Stadtrat Ende 2014 aus aktuellem Anlass eine Satzung erlassen, die der Stadt für ein rund 30 Hektar großes Areal und 49 einzeln benannte Grundstücke das Vorkaufsrecht einräumt.

Damals wollte die Treuhand Grundstücke an den Landwirtschaftsbetrieb Kitzscher verkaufen. Das Verfahren habe damals für die Stadt zum Erfolg geführt. Diesmal will die Dittmannsdorfer Milch Gmbh Ackerland verkaufen. Wie bei Grundstücksgeschäften üblich, fragt der Notar die jeweilige Kommune, ob die ein Vorkaufsrecht ausüben will.

Kitzscher erhebt in diesem Zusammenhang Anspruch auf zwei Grundstücke aus dem Gesamtpaket, die zusammen rund zwei Hektar ausmachen. Dafür will die Stadt laut Bodenrichtwert rund 4200 Euro zahlen. Das könnte noch ein Problem werden, denn der Verkauf sollte zum Ackerlandpreis erfolgen, und der liegt deutlich höher.

Von André Neumann

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